Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Wer ist Rembrandt?
Person:
Lautner, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1533501
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1534823
Capitel. 
Im Jahre 1662 verlangtevan Ludick eine neue Regelung 
der alten Geldsache. Rembrandt war seinen Verpflichtungen 
und Versprechungen also nicht nachgekommen. 
In dem betreffenden, vor dem Notar Listingh aufge- 
nommenen Actenstücke vom 928. August 1662 erfahren wir 
zunächst von zwei Bildern, vwrelche Rembrandt in der letzt- 
genannten Zeit gemalt hat und, wie es scheint, im Interesse 
der Compagnie veräussert. Rembrandt hat diese Bilder dem 
van Ludick zu Kauf und Umtausch angeboten und sie werden 
als "Christnacht" und "Beschneidung" angeführt. Der Preis 
für beide wird auf 600 Gld. geschätzt und wurde bis auf 
118 Gld. durch van Ludick mit "Radirungen und Platten", 
Welche Rembrandt  wohl für die Compagnie  erhielt, 
ausgeglichen. Die genannten 118 Gld. aber wurden von 
van Ludick zurückbehalten, damit Rembrandt den „Be- 
Schneider" „fertig malen und verbessern solle, so 
wie es sich gehörtf") Geschähe dieses nicht, so würden 
die zurückbehaltenen 118 Gld. von van Ludick auf Rembrandts 
Schuld abgerechnet werden, so dass dieselbe alsdann nur 
noch 
1082 
G1 d. 
(betrüge. 
Daraus, dass Rembrandt die genannten 118 Gld. niemals 
ausgezahlt erhält, geht hervor, dass er das Bild nicht fertig 
gemalt hat.   
In derselben Notariatsverhandlung verspricht Rembrandt 
dem van Ludick auch ein Portrait zu malen, und schliesslich 
 1) Das betreffende Bild der "Beschneidung" ist vielleicht das im 
Besitze des Earl Spencer zu Althorp in England befindliche, welches die 
Jahreszahl 1661 trägt.  C. Vosmaer nennt dieses in seinem Buche als 
"Skizze" und Dr. Bode meint, es mache in seiner weichen, flüchtigen 
Malweise einen geradezu skizzenhaften Eindruck.  Dieses Bild scheint, 
nach diesen Urtheilen zu schliessen, unvollendet geblieben zu sein.
        

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