Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bis zum Tode Julius II.
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529639
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1530695
DIE 
FRESKE 
SEVERO. 
erfuhr, in DOIIICIIlCQJGhlYlQIIClBjOYS Werken am Schluffe der Quattrocento 
wieder auf. Die Krönung Mariae in der Kirche S. Maria Novella zeigt 
den gefchloffenen, aber durch leichte Verfchiebungen von allem Steifen 
ilndteblofen befreiten Gruppenbau, welcher dann bei Fra Bartolomrneo 
in S." Maria nuova und weiter bei Raffael in S. Severo wiederkehrt. 
Nicht xioni blofsen Hörenfageri konnte diefer die Herrfchaft über die 
neue Kunftweife {ich aneignen, fondern nur durch unmittelbares Studium 
der Vorbilder erwerben. So fetzt alfo das Frescobild in S. Severo 
Raffaels längeren Aufenthalt und Einbürgerung in Florenz voraus. Von 
einer Reife Raffaels nach Florenz, bevor er das Werk in San Severo 
begann, berixchtet auch Vafari, nur dafs er fle von kurzer Dauer fein 
Fig- 
F resco 
Gewandmotiv aus RaffaeVs 
in S. Severo zu Perugia. 
und ihr wieder ein langes Verweilen in Urbino und Perugia folgen läfst. 
Urkunden, welche Vafaris Angaben beftätigen oder widerlegen, find bis 
jetzt nicht gefunden worden. So _bleibt der äufsere Wechfel im Dafein 
in Einzelheiten nicht ganz {icher geltellt. Doch wirft diefe Unbeftimmt- 
heit keinen Schatten auf den Entwickelungsgang des Künftlers. Aus 
feinen im Jahre 1505 gefchaffenen Werken geht mit aller nur wünfchens- 
Werthen Gewifsheit hervor, dafs er damals in der florentinifchen Kunit- 
Welt {ich bereits vollkommen heimYch fühlte und florentinifche Kunft- 
werke längft mit eigenen Augen ftucülirt hatte. Aber auch jetzt hielt 
Raffael die Verbindung mit feinem alten Lehrer aufrecht. Wir befitzen 
aus dem Jahre 1505 aufser der Freske von S. Severo noch ein anderes 
NVerk Raffaels. vDen Auftrag, für das NonnenklQPcer S. Antonio in 
Pefugia ein grofses Altargemälde zu malen, vollfiiplirte er in diefem
        

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