Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bis zum Tode Julius II.
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529639
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1530653
MADONNA ANSIDEI. 
getragenen offenen Halle, Raffael hat den Thron vor dem Bogen errichtet 
und in idenfelben ihn eingefchnitten. Der Thron ift übrigens auch fteiler 
geworden, der Sitz der Madonna dadurch unbequem verengt. Fällt 
fchon das Zurückbleiben RaffaeYs hinter feinem Vorbilde bei einem fo 
fpät entftandenen Werke auf, fo erfcheint das Beharren bei einzelnen 
Stellungen und Bewegungen, das Fefthalten an Modellen, die man fonP: 
in Teinen früheften Gemälden bemerkt, noch weniger erklärlich. Für die 
Stellung der Füfse des Täufers hat Raffael offenbar dasfelbe Motiv 
benutzt, das ihm bereits bei dem h. jofeph im Spofalizio und bei dem 
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Von der Madonna 
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Von der Krönung Mariae. 
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Von der Zeichnung im British- 
Mufeum. 
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Spofalizio. 
Vom 
Fig- 
Darflellung von 
Vergleichende 
Fufsfiellungen. 
gcigenden Engel rechts in der Krönung Mariä. zu gleichem Zwecke 
diente, und welches auch fchon in Zeichnungen feiner Schulgenoffen 
(jugendlicher König im British-Mtifeum, BFH75Z) nachgewiefen werden 
kann. Ebenfo gab er dem Kopfe des Johannes die Wendung und auch 
den Ausdruck, welchen Zder Apoftel Petrus in der Krönung offenbart. 
Jedenfalls gehört die Madonna iänfidei der gleichen Entwicklungsltufe 
des Künltlers an, wie die bisher erwähnten Bilder. Raffael hat entweder 
ein lange zuvor entworfenes Werk nach gröfserer Unterbrechung wieder 
älßfgenommen und es dann bei der nun einmal {chon gemachten Zeichnung 
belaffen, oder er hat {ich bei einein Andachtsbilde unfrei gefühlt und
        

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