Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bis zum Tode Julius II.
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529639
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1530335
EINFLUSS 
LEONARDUS 
AUF 
MICHELANGELO. 
nur 
mit 
dem 
Röthel 
geworfen fein, eine biS 
dahin ungeahnte Poeiie und 
Schönheit der Form, und 
rief dadurch, als er nach 
Florenz zurückkanl, eine 
weitgreifeilde Umwälzung 
der Kunft hervor. Aller- 
dings kam diefelbe nicht 
plötzlich über Nacht. 
Manche künftlerifche Eigen- 
fchaften des Leonarddfchen 
Stiles laffen {ich bereits auf 
Verrocchio, feinen Lehrer, 
zurückführen. Immer aber 
bleibt es wahr, dafs erft 
Leonardo den Umfchwung 
im Zeichnen in Florenz 
hervorrief. Sein umfaffexi- 
der, fchöpferifcher Greift 
gebot über eine ganz anders 
reiche Formenwelt als das 
in der Bildung befchränkte 
und mit technifchen Schwie- 
rigkeiten kämpfende alte 
Gefchlecht. Leonardo er- 
findet Köpfe, die an die 
Caricatur ftreifen, an wel- 
chen man aber trotz aller 
Uebertreibung den Itrengen 
organifchen Bau erkennt. 
Nur eine Grundlinie fcheint 
willkürlich angenommen, 
alle weiteren Linien und 
Formen aber werden mit 
unbedingter Nothwendig- 
keit aus ihr gefolgert. Er 
fchuf Frauenbilder von 
wunderbarer Süfse des Aus- 
druckes. Niemand hat folche 
E 
L 
14. Handzeichnung. 
Paris, Louvre.
        

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