Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bis zum Tode Julius II.
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529639
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1531703
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DIE 
DECKENBILDER 
IN 
DER 
SIXTINISCHEN 
KAPELLE. 
Gewifs ift ihre Aufmerkfarnkeit von dem libyllinifchen Buche weg auf 
ein Ereignifs der Aufsenwelt gerichtet, in fchönern Contraft zu dem 
nebenfitzenclen jugendkräftigen Daniel, der {ich ganz und gar in feine 
Bücher vertieft hat und ausfchliefslich der Ergründung der Zukunft lebt. 
Er hat einem Knaben einen Folianten auf die Schultern gelegt, an dem 
jener gar fchwer zu tragen hat, fo dafs er flCh vorbeugt und mit beiden 
Fig- 
Prophet Iefaias. 
Der 
Sixtinifche 
Rom, 
Kapelle 
emporgehobenen Armen nachhilft. Der Prophet überträgt die hier ge- 
lefene Wahrheit auf eine Tafel, die links von ihm aufgeßellt iPc. Er 
neigt {ich zur Seite und fchreibt mit gefpanntem Eifer, der gar wohl 
dem prächtigen jünglingskopfe und den urkräftigen Gliedern anfieht. 
Dafs Michelangelo nicht in zarter Anmuth das ausfchliefsliche Wefen 
Weiblicher Schönheit Endet, ifl bekannt. Auch bei der Schilderung der
        

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