Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Bis zum Tode Julius II.
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529639
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1531665
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DIE 
DECKENBILDER 
IN 
DER 
SIXTINISCHEN 
KAPELLE. 
welches den Bedrohten als Zuüuchtsflätte dient. Ganz vorn hat {ich 
eine Mutter mit ihrem Kinde gelagert. Von allem Neintblöfst, nackt, 
giebt lle llClI dem herbflen Grame widerftandslos hin und hört nicht das 
weinende Kind, das llCh an ihre Schulter anlehnt und vielleicht das 
einzige Welien iPc, das ihr noch von allen Lieben geblieben. Die Gruppe 
nebenan will noch nichts von Verzweiflung wiffen, wüthend kämpfen 
die kräftigen Geftalten um ihr Dafein und fpähen nach Rettung aus. 
Fig- 
3.115 
GrnPPe 
Sündfluth. 
der 
Sixtinifche Kapelle 
Rom. 
Ein vielaftiger Baum fcheint diefelbe zu bieten. Schon hat ihn ein 
Jüngling, erlclommen; am Fufse des Baumes aber harren eine jugendliche 
Mutter mit zwei Kindern -_das eine kleinere wird im Arm getragen, 
das andere timklammert ängitlich das Bein der Mutter  und ein Liebes- 
paar, das {ich feft umfchlungen hält, und heifchen gleichen Schutz. Zu 
fßät, um folchen noch zu gewinnen, eilt ein Mann herbei an der Laft 
eines Weibes fchwer tragend, die entfetzt auf die Fluthen zurückblickt. 
Wie wunderbar mifcht {ich in den fcharfgefchnittenen Zügen des Mannes, 
eines echten Römers, die Empfindung des Zornes über die glücklich Zuvor- 
gekommenen mit der ängftlichen Sehnfucht, endlich einen ficheren Platz
        

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