Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527027
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Goethes 
jÄsthetik. 
quälenden und belehrenden Bufse", die uns als das. 
kleine Stück ,Die Laune des Ver1iebten' übrig geblieben 
ist. Von der Zeit, wo der Schmerz um Friederike 
Brion ihn durchwühlte, schreibt erl): "Ich setzte die- 
hergebrachte poetische Beichte wieder fort, um durch 
diese selbstquälerische Büfsung einer innern Absolution 
würdig zu werden." Und „ich fühlte mich wie nach 
einer Generalbeichte wieder froh und frei und zu einem 
neuen Leben berechtigt", erzählt er von den Tagen, 
da der ,Werther', den er "ziemlich unbewufst, einem 
Nachtwandler ähnlich", niedergeschrieben hatte, vor ihm 
lag?) Und er fügt hinzu, sein altes Hausmittel, die 
Wirklichkeit in Poesie zu verwandeln, sei ihm diesmal 
vortrefflich zu statten gekommen. An diese Zeit mag 
er auch gedacht haben, als er später bekannteii): 
"Meine Dichterglut war sehr gering, 
S0 lang ich dem Guten entgegenging; 
Dagegen brannte sie lichterloh, 
Wenn ich vor drohendem Ubel floh," 
Schwächer als eigene Erlebnisse, aber immer noch 
überaus kräftig wirkten manche historische Berichte, 
Sagen und Erzählungen aus dem bürgerlichen Leben 
auf ihn ein; sein ,Götz' und ,Clavigo' sind erste Bei- 
spiele. „Die Lebensbeschreibung des Erster-n hatte 
mich im Innersten ergriffen," erzählt er selbst, "die 
Gestalt eines rohen, wohlmeinenden Selbsthelfers in 
wilder anarchischer Zeit erregte meinen tiefsten Anteilf") 
Aber auch fremde Kunstwerke verlangten oft von ihm 
1) Aus meinem Leben III, I2.  ü) 
III, I3  3) Gedichte. Sprichwörtlich. 
Leben II, 10. 
Aus meinem Leben 
 4) Aus meinem
        

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