Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1526866
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Goethes 
Ästhetik. 
Interesse ist es auch mir niemals gelungen, irgend eine 
tragische Situation zu bearbeiten, und ich habe sie 
daher lieber vermieden als aufgesucht   Ich kenne 
mich zwar nicht selbst genug, um zu wissen, 0b ich 
eine wahre Tragödie schreiben könnte; ich erschrecke 
aber blofs vor dem Unternehmen und bin beinahe 
überzeugt, dafs ich mich durch den blofsen Versuch 
zerstören könnte." Als 1824 das Gespräch mit Ecker- 
mann einmal auf den ,Werther' kam, sagte Goethe; 
"Das ist auch so ein Geschöpf, das ich gleich dem 
Pelikan mit dem Blute meines eigenen Herzens ge- 
füttert habe    Übrigens habe ich das Buch seit seinem 
Erscheinen nur ein einziges Mal wieder gelesen und 
mich gehütet, es abermals zu thun. Es wird mir unheimlich 
dabei, und ich fürchte, den pathologischen Zustand 
wieder durchzuempünden, aus dem es hervorging."
        

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