Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1526517
Vorn 
Wirklichen 
Zllf 
Kunst. 
37 
Das Zusammenstellen mufs jedoch ein wahrhaftes 
Vereinigen sein; die einzelnen Töne müssen sich zu 
Akkorden und Harmonieen zusammenfinden. Jedes goss 
lungene Kunstwerk ist bei aller Mannigfaltigkeit der 
Teile als Einheit wirksam. Weil das epische Gedicht 
nicht die sogenannten dramatischen Einheiten (des Ortes, 
der Zeit und der Handlung) haben kann, so behauptete 
Friedrich Schlegel, der namentlich auf die homerischen 
Gesänge sich bezog, das epische Gedicht habe keine 
Einheit, fordere sie nicht. Goethe antwortete: "Das 
heifst, nach meiner Vorstellung: es soll aufhören ein 
Gedicht zu seinf") Der Dichter ist ein Vereiniger in 
mehr als einer Hinsicht; er giebt als ein Ganzes zurück, 
was in vielen zerstreuten Teilen durch seine Sinne zu 
ihm drang. 
„W0durch bewegt er alle Herzen? 
XVodurch besiegt er jedes Element? 
Ist es der Einklang nicht, der aus dem Busen d! 
Und in sein Herz die Welt zurückc schlingtPmi) 
ngt 
Mit dem Auswählen und Vereinigen, mit dem 
Zusammenziehen des Zusannnengehörigen hängt das 
Ausschliefsen des Störenden, Überflüssigen, Ent- 
behrlichen zusammen. 
„Was die Natur auf ihrem grofsen Gange 
In weiten Fernen auseinander zieht, 
Wird auf dem Schauplatz im Gesnnge 
Der Ordnung leicht gefufstes Gliedfm) 
L 
1) An Schiller, 28. 
3) Schillers Gedichte, 
April 1797.  
Die Künstler. 
Vorspiel 
Faust. 
Zll
        

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