Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1526484
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Gouthvs 
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Äslh( 
eben das Künstlergenie, das ist das Künstlertalent, dals 
er anzuschauen, festzuhalten, zu verallgemeinern, zu 
symbolisieren, zu charakterisieren weifs, und zwar in 
jedem Teile der Kunst, in Form sowohl als Farbe. 
Dadurch ist es eben ein Künstlertalent, dal's es eine 
Methode besitzt, nach welcher es die Gegenstände be- 
handelt, eine sowohl geistige als praktisch mechanische 
Methode, wodurch es den beweglichsten Gegenstand 
festzuhalten, zu determinieren und ihm eine Einheit und 
Wahrheit der künstlichen Existenz zu geben weifs." 
Auch der Dichter hat den Zauberspiegel, der das 
erwünschte Bild festhält. Er fafst sein Liebchen zur 
schönsten Stunde in seinen Rahmen hinein: 
,',Wenn ich nun vorm Spiegel stehe 
Im stillen Witwerhaus, 
Gleich guckt, ch' ich mich versehc, 
Das Licbchen mit heraus. 
Schnell kein" ich mich um, und YVh 
Verschwand sie, die ich sah; 
Dann b]ick' ich in meine Lieder, 
Gleich ist sie wieder dam) 
Und was der Dichter festhält, sind gerade die 
höchsten Momente des Lebens; seine Männer stehen 
in ihrer vollendeten Thatkraft, seine Frauen in ihrer 
schönsten Blüte. 
 was vergänglich ist, 
Du bist noch schön, noch 
Der Kreis der Dinge dich 
bewahrt sein Lied. 
glücklich, wenn schon 
mit fortgcrisscnßf) 
angc 
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Divall, 
Buch 
Sulcik; 
Abglanz. 
Tasso 
111,
        

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