Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529542
3-10 
Gncth es 
Ästlu 
gelesen hatte, schrieb er an den eben gewonnenen 
Freund?) 
„Ich kann (las Gefühl, (las mich beim Lesen dieser 
Schrift durchdringt und besitzt, nicht besser als 
durch eine süfse und innige Behaglichkeit, durch ein 
Gefühl geistiger und leiblicher Gesundheit ausdrücken. 
Ich erkläre mir dieses Wohlsein von der durch- 
gängig darin herrschenden ruhigen Klarheit, Glätte und 
Durchsichtigkeit, die auch nicht das Geringste zurück- 
liifst, was das Gemüt unbefriedigt und unruhig läfst, 
und die Bewegung desselben nicht weiter treibt als 
nötig, um ein fröhliches Leben in dem Menschen an- 
zufachen und zu erhalten." 
So wie es Schiller hier zeichnet, wirkte Goethe auch 
in der Unterhaltung, sobald er aus dem Plauderer mehr 
und mehr zum Dichter wurde. „Die Ruhe, die Klarheit, 
die Lebendigkeit, der ans Komische hinstreifende, halb 
feierliche Ton, womit er schilderte und alles deutlich 
vor Augen stellte, flöfsten mit dem Reize der Unter- 
haltung zugleich ein grofses Behagen, ein grofses Wohl- 
gefallen am Leben einf") 
Solche Wirkung war in der That Goethes Wunsch 
und Vorsatz. Denn so hatte er die Muse reden gehört, 
als sie ihm „(ler Dichtung Schleier" schenkte: 
,Und 
XV C1111 
und 
dir 
deinen 
Schwüle 
Freunden 
Am Mittag wird, so wirf ihn in die Luft! 
Sogleich umsiiuselt Abcndwrindcs Kühle, 
Umhuucht auch Blumen-Würzgeruch und Duft, 
1) 7. januar 1795.  
Reit bci Frau Schnpenhuuu 
über 
Stephan Schütze 
Gesellig-
        

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