Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529500
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Ästhetik. 
Goethes 
denken. Was wollen Sie mehr? Und was läfst 
überhaupt Besseres von einem Poeten rühmen?" 
sich 
Das Volk erfreuen, dem Volke Ideale geben, den 
"Nationalbesitz an Erinnerungen rühmend vermehren, das 
sind also in Goethes Augen nützliche Wirkungen der 
Dichtkunst. Bleiben wir bei derjenigen Vermehrung der 
Volksgüter, die der Ruhm bedeutet, so haben wir dafür 
den Künstlern, und unter ihnen besonders den Poeten, 
in allererster Linie zu danken. Wieviel Frauenschönheit 
aus alter Zeit umgiebt uns noch heute, weil Maler und 
Bildhauer das, was sie davon sahen, rechtzeitig fest- 
Ähielten! 
Mit größerem Rechte noch darf der Künstler den 
Fürsten und Mächtigen fragenzl) 
„Und wufst ich nicht auf kühnen Schwingen 
Für dich die Palme zu erringen? 
YVie oft ich auch für dich gefochten, 
Mir ist es jederzeit geglückt; 
Wenn Lorbeer deine Stirne schmückt, 
Hab ich ihn nicht mit Sinn und Hand geflochten? ' 
Nur den Künstlern gelingen Denkmäler, besonders 
aber den Dichtern, deren Macht in dieser Hinsicht oft 
übersehen wird: 
"Nur die Muse gewährt einiges Leben dem Tod. 
Denn gestaitlos schweben umher in Pcrsephoneias 
Reiche massenweis Schatten, vom Namen getrennt: 
Wen der Dichter aber gerühmt, der wandelt, gestaltet, 
Einzeln, gesellet dem Chor aller Hcroen sich zuf") 
I) 
Faust. 
Der 
 9) 
Knabe Lcnker 
Euphrusyne. 
ZU 
Plutus 
im 
zweiten 
Teile 
des
        

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