Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529401
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Goethes 
Ästhetik. 
Und in diesen höhcrn Sphären 
Kann das Ohr viel feiner hören, 
Kann das Auge weiter tragen, 
Können Herzen freier schlagen" 
Erst die Dichter geben uns Mut, von unsern Ge- 
fühlen zu reden; sie lassen uns eine falsche Scham 
überwinden; sie ermuntern uns, von Freundschaft und 
Liebe und hohen Idealen zu reden. "Es freut rnich,dafsDu 
mein Gedicht nochmals vorlesen wollen," schreibt Goethe 
an seinen alten Gefährten Konstantin v. Knebel f) "einer 
Gesellschaft von Freunden harmonische Stimmungen zu 
geben und manches aufzuregen, was bei den Zusammen- 
künften der besten Menschen so oft nur stockt, sollte 
von rechtswegen die beste Wirkung der Poesie sein." 
Die Kunst bringt die Menschen innerlich zusammen 
wie der Wein, weshalb wir denn auch beide dann herbei- 
rufen, wenn solche Annäherung erwünscht ist. „Selbst 
im Augenblick des höchsten Glücks und der höchsten 
Not bedürfen wir des Künstlersfß) 
der 
der Muscn 
Hirnmclsluft 
sich 
Busen 
Öffnet 
Busen, 
dem 
Freund begegnet neuem Freunde, 
Schliefsen sich zur All-Gemeinde, 
ihnt 
Dort versi 
sich 
Feind 
Feinde. 
dem 
Und 
m anchlnal 
trifft 
dann 
auch 
die Fortsetzung 
Zlli 
"Was heute fröhlich macht, was heute rührt, 
Nicht etwa flüchtig wird's vorbcigeführt; 
Was heute wirkt, es wirkt aufs ganze Leben. 
1) Prolog zur Eröffnung des Berliner Theaters im Mai 182 I.  
2) Am I2. Januar 1798, Wcim. Ausg. IV, I3, 17.  3) Maximen 
und Reflexionen.
        

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