Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529380
XIV. 
Der 
Nutzen 
der 
Kunst. 
Ohne Kunst kann man nicht leben, weder im Süden 
f; noch im Norden," schrieb Goethe aus Italien 
an die Herzogin Amaliaf) und als ihm Herders Haus- 
frau bald darauf seinen Enthusiasmus Für die antiken 
Trümmer und die" Werke der Renaissance abkühlen wollte, 
indem sie seinen Musen die wahren Wohlthäter: Fleifs, 
Mühe und Not gegenüberstellte, antwortete er: "Diese drei 
letzten allerliebsten Schwestern sind freilich des Menschen 
Gefährten, aber warum soll man nicht alles verehren, 
was das Gemüt erhebt und durchs mühselige Leben 
forthilft? Wenn ihr das Salz wegwerft, womit soll man 
salzen?"2) 
Nötig ist die Kunst zunächst, weil sie eine Sprache 
ist. Blofse prosaischeWorte, blofse technische Zeichnungen 
und Modelle sagen nicht alles, was wir Menschen ein- 
ander mitzuteilen haben. Das Unaussprecliliche, das 
Unbeschreibliche, die Unwägbarkeiten wollen auch zum 
Ausdruck gelangen, und den Künstlern gelingt es oft, 
Worte, Töne, Formen und Farben für sie zu finden. 
Dezember I 787, 
Caroliue Herder, 
I) 
An 
WVeim. 
4. Mai 
Ausg. 
I  
der Briefe Nr. 
Weim. Ausg. 
2792.  
Nr. 2819.
        

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