Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529333
Die 
der 
Förderung 
Kunst. 
319- 
empfahl Goethe, recht viele Gastspiele zu veranstalten, 
damit das Publikum verleitet werde, auch bekannte gute- 
Stücke wiederum zu sehenß) 
"Das einzige Mittel, um jetzt ein deutsches Theatern 
oben zu halten, sind Gastrollen. Hätte ich jetzt noch 
die Leitung, so sollte der ganze Winter mit trefflichen 
Gastspielern besetzt sein. Dadurch würden nicht allein 
alle guten Stücke immer wieder zum Vorschein kommen, 
sondern das Interesse würde auch mehr von den Stücken 
ab auf das Spiel gelenkt; man könnte vergleichen und 
urteilen, das Publikum gewönne an Einsichten, und 
unsere eigenen Schauspieler würden durch das be- 
deutende Spiel eines ausgezeichneten Gastes immer in 
Anregung und Nacheiferung erhalten. Wie gesagt: 
Gastrollen und immer Gastrollen, und Ihr solltet über 
den Nutzen erstaunen, der daraus für Theater und 
Publikum hervorgehen würde. 
"Ich sehe die Zeit kommen, wo ein gescheiter, der 
Sache gewachsener Kopf vier Theater zugleich über- 
nehmen und sie hin und her mit Gastrollen versehen 
wird, und ich bin gewifs, dafs er sich besser bei diesen 
vieren stehen wird, als wenn er nur ein einziges hätte." 
Auch wenn er an die andern Künste dachte, wünschte 
er immer wieder, (lafs die Zeit und sein Vaterland für 
das Aulsteigen grofsei" Talente günstiger werden möchten, 
(1.11. (iafs der Boden fleifsig vorbereitet werde, auf dem 
sie sich entwickeln können. "Zwar ist es meistens eine 
1) Eckermann, 
1801, Schlufs. 
Dezember 1 826. 
Vgl. 
auch 
VOII 
Annalen
        

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