Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529320
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Goethes 
Ästhetik. 
er freilich den 
war es nur ein 
ihr abstandf") Aber öfter empfand 
blöden Widerstand der Masse, und da. 
leidiger Trost: 
„Du wirkest nicht; alles blcil 
Sei guter Dinge! 
Der Stein im Sumpf 
Macht keine Ringe." 
S0 
stumpf I- 
Und 
G5 
war 
eine 
verdriefsliche 
Erkenntnis: 
"Wer dem Publikum dient, ist ein armes Tier; 
Er quält sich ab, niemand bedankt sich dafürf 
Aber er blieb nicht beim unfruchtbaren Klagen; er 
sann immer wieder nach, wie er das Volk zur Teilnahme 
an den Künsten gewinnen könne. Die wirksamste Ver- 
anstaltung dazu ist das Theater. Die Verbesserung der 
Bühne, die soziale Hebung des Schauspielerstandes, die 
Ausbildung und Berufung solcher Bühnenkünstler, die 
den andern Vorbilder werden konnten, die Heranziehung 
neuer Schichten des Publikums und immer wieder die 
Erziehung dieses Publikums  diese Ziele kamen nie 
lange aus seinen Gedanken heraus. Auch als er die 
weimarische Bühne nicht mehr leitete, stand er ihr 
mit Rat und 'l'hat bei. Uns kommt es heute sehr 
seltsam vor, dafs Goethe im ]ahre 1825 erst noch vor- 
schlagen mufste, man solle doch auch Sonntags spielen, 
dadurch würde die Einnahme erhöht und die grofse 
arbeitende Klasse aus den Stadt- und Dorfschenken 
heraus zu einer edleren Unterhaltung gezogen. Bisher 
fiel nämlich am Sonntag das Schauspiel aus, weil das 
Theater eine blofse höfische Einrichtung war und der 
Hof die Sonntage anders besetzt hatte. Ein ]ahr später 
An 
Rochlitz, 
[SQT
        

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