Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529257
Förderung 
Die 
Kunst. 
der 
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Vasen, Altäre, Obelisken, und was dergleichen bildlose 
allgemeine Formen sind, die jeder Liebhaber erfinden 
und jeder Steinmetz ausführen kann." 
Nur für zwei Arten von Monumenten wollte Goethe 
seine Stimme geben. "Eine gute Büste in Marmor ist 
mehr wert als alles Architektonische, was man jemand 
zu Ehren und Andenken aufstellen kann; ferner isteine 
Medaille, von einem gründlichen Künstler nach einer 
Büste oder nach dem Leben gearbeitet, ein schönes 
Denkmal, das mehrere Freunde besitzen können und 
das auf die späteste Nachwelt übergeht"    "Was hat 
uns nicht das flinfzehnte, sechzehnte und siebzehnte 
Jahrhundert für köstliche Denkmale dieser Art über- 
liefert und wie manches Schätzenswerte auch das acht- 
zehnte!" Als einen besonderen Vorteil dieser beiden 
Arten schätzte Goethe auch, dafs sie transportabel seien, 
dafs man sie in Wohnungen so gut wie im Freien auf- 
stellen oder anbringen könne, während die archi- 
tektonischen Monumente „an den Grund und Boden 
gefesselt sind, vom Wetter, vom Mutwillen, vom neuen 
Besitzer zerstört und, solange sie stehen, durch das An- 
und Einkritzeln der Namen geschändet werden." Die 
Statuen von Regenten und Militärpersonen haben freilich 
unter freiem Himmel, auf öffentlichen Plätzen ihren 
natürlichen Stand. Die Büsten der Minister gehören in 
die Ratssäle, andere verdiente Staatsbeanrte sollten uns 
in den Sessionsstuben begrüfsen; die Gelehrten sind in 
Bibliotheken an ihrer Stelle. Die Stadträte, selbst kleiner 
Städte, sollten verdiente Personen aus ihrer eigenen 
Mitte oder Eingeborene, die sich auswärts berühmt 
gemacht haben, im besten Zimmer ihres Stadthauses 
aufstellen. Die verschiedensten Kollegien wären „ihren
        

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