Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529189
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Ästhetik. 
Goethes 
bezahlt werde und so an Leib und Seele verderbef") 
Gar mancher Künstler, der auf Erden gedarbt hat und 
nach seinem Tode verherrlicht wurde, schaut jetzt auf uns 
hernieder und mahnt uns, über seinen Nachruhm doch 
seines Nachfolgers, des heute lebenden Künstlers, nicht 
ZU 
vergessen I 
bitt ich, 
ihm 
seinem 
bei 
Leben, 
S0 lang" er selbst noch kmfn und küssen 
Das Nötige zur rechten Zeit zu gcbenlwz) 
kann, 
Wir sind heute noch weit davon entfernt, dafs 
wahre Kunstwerke ihren Urhebern mit einiger Sicherheit 
solche Einnahmen verschaffen, wie sie zum Leben aus- 
reichen; zu Goethes Zeit konnten die Honorare und 
Tantiemen, die Erlöse aus Gemälden und plastischen 
Werken im Ganzen doch nur als willkommener Zuschufs 
in Frage kommen; die wenigen Ausnahmen erschütterten 
diese Regel nicht. Die Künstler bedurften also reicher 
Gönner, und als solche kamen namentlich die Fürsten 
in Betracht. Dafs gerade die Herrscher der kleineren 
deutschen Staaten viel Schönheit und Kunst hervor- 
gerufen haben, betonte Goethe gern. Man denke 
nur an die Geschichte der Gartenkunst, an die öffenta 
lichen Parke in deutschen Städten, an das Theater. 
Auch Goethe wünschte ein einiges deutsches Reich, 
aber niemals eine Zentralisation nach französischem 
Muster. "Wodurch ist Deutschland grofs als durch eine 
bewundernswürdige Volkskultur, die alle Teile des Reiches 
gleichmäßig durchdrungen hat?" So fragte er Eckermann 
An j. H. Meyer, 10. Oktober 
 2) Künstlers Apotheosc. 
17921 
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AuSg 
        

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