Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1529128
XIII. 
Die 
Förderung 
der 
Kunst. 
Die Kunst kann Niemand fördern als der Meister." 
 Aber dieser stolzen Erklärung fügt Goethe hinzu, 
dafs die Mäcene freilich den Künstler fördern könnten, 
und das sei recht und gut. 1) 
Wenn er in seinen Studentenjahren sich selbst in 
die Reihen der deutschen Dichter zu stellen suchte, be- 
merkte er wohl, dafs der Beruf der Poeten wenig Ehre 
hatte. Die Zeit der ehrbaren bürgerlichen Dichtergilden 
war dahin. Wenn jezt ein armer Erdensohn sich zum 
Dichter bestimmt glaubte, so inufste er sich "kiimmerlich 
"ins Leben hineinschleppen und die Gabe, die er allen- 
falls von den Musen erhalten hatte, von dem augen- 
blicklichen Bedürfnisse gedrängt, vergeiirlenfl) Das 
Gelegenheitsgedicht, die erste und echteste aller Dicht- 
arten, ward verächtlich, und ein Poet erschien in der 
traurigsten Weise subordiniert, als Spafsmacher und 
Schmarotzer, so dafs er sowohl auf dem Theater als auf 
der Lebensbühne eine Figur vorstellte, der man nach 
Belieben mitspielen konnte." Ein Glück für die Litteratur 
1) Maximen und Refiexionen. 
Aus meinem Leben H, I0.
        

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