Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1526334
Schi 
um 
Snheit 
uns herum. 
19 
harten, undurchdringlichen Boden zu berühren; ihnen 
soll eine wundersame Schnellkraft mitgeteilt werden, 
wodurch sie den Erdschollen, der sie bisher anzog, 
unter sich zibstofsen. Und so ist durch einen glänzenden 
Zirkel gleichwürdig heiliger Handlungen, deren Schönheit 
von uns nur kurz angedeutet worden, Wiege und Grab 
in einem stetigen Kreise verbunden." 
Auch eine schöne Umgebung begehren wir, wenn unser 
Schönheitsbetlürfnis einmal wach geworden ist. Zuerst 
verlangen wir Farbe und Glanz, später auch Harmonie. 
Goethe legte immer wieder ein gutesWort fiirjene Farben- 
freude ein, die er bei den Bewohnern der Niederungen, 
am unteren Rhein wie in Venedig, beigggßß) Als 
Friederike Unzelmann wagte, von dersivollkßmmen 
weifsen Kleidung abzugeben, die der Priesterin Iphigenie 
damals wie heute der Brauch verschrieb, belobte sie der 
Dichter. „Das schreckliche, leere, melancholische Weifs 
verfolgt uns Vom Augenblick des Neglige bis zur höchsten 
Repräsentation. Man flieht die Farben, weil es so 
schwer ist, sich ihrer mit Geschmack und Anmut zu 
bedienenfü) Ein andermal meint er, die Furcht vor 
lebhaften Farben rühre oft wohl von einer allgemeinen 
NervenschwE-iche herß) „Wir finden, dafs gesunde, starke 
Nationen, dafs das Volk überhaupt, dal's Kinder und 
junge Leute sich an lebhaften Farben erfreuen; aber 
g 
I) Aus einer Reise am Rhein, Main und Neckar, Kapitel 
Ilcidclberg-  9) Brief an Fricderike Unzclmann, I4 März 1816, 
XVeim. Ausg. IV, 16, 200.  3) Didcrots Versuch über die 
Iklalerei, Kapitel lrrtürxner und Mängel. 
24:
        

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