Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1528869
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Goethes 
Ästhetik. 
eigenen Schaffen suchen, sodann im Beifall der wenigen 
W ohlxvollenden undVerständigen und endlich im Glauben 
an die unbefangenere Nachwelt. Der Ästhetiker Moritz 
führte im Gespräch mit Goethe und anderen römischen 
Freunden aus, dafs der höchste Genufs des Schönen 
doch immer nur dem schaffenden Genie, das es hervor- 
bringt, gegönnt sei, dafs es deshalb seinen höchsten 
Zweck in der Entstehung schon erreicheÄ) In diesem 
Sinne schreibt Goethe an Schiller?) „Icl1 wünsche nur, 
dafs ich Sie wohl und poetisch thätig antreffen möge, 
denn es ist das nun einmal der beste Zustand, den 
Gott den Menschen hat gönnen wollen." Und an 
Herder heifst es schon früher?) "Fahre du fort, lieber 
B1'uder, zu Sinnen, zu finden, zu vereinigen, zu dichten, 
zu schreiben, ohne dich um Andere zu bekümmern! 
Nlan mufs schreiben, wie man lebt, erst um sein selbst 
willen, und dann existiert man auch für verwandte 
Wesen." 
Einige Geistesverwandte Findet der hervorragende 
"Dichter auch wohl zu jener Zeit schon, wo er sein 
Werk herausgiebt, und mit den Jahren nimmt ihre Zahl 
zu. Goethe hatte sich daran gewöhnt; er rechnete 
anfangs immer nur auf Freunde wie Schiller, Meyer, die 
Brüder Humboldt, Körner, Zelter und einige mehr. An 
die ehemals so heifs geliebte, ihm später nicht mehr 
ganz nahe stehende Frau v. Stein schreibt er 1807 
einmalz4) „An Einigem, was ich vorbereite, werden 
auch Sie, verehrte Freundin, teilnehmen können. 
1) Im. Reise, Mail I788. 
3) 5. Oktober 1787 aus Albano. 
Ausg. IV, 19, 164. 
ß) Am 23. Dezember 1795.  
4) 19. November 1807. Wcim.
        

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