Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1528804
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Goethes 
Ästhetik, 
so wird ein vergleichendes Urteil immer unpassender, 
je genauer man es betrachtet   Man vergleiche sie 
(die Orientalen) mit sich selbst, man ehre sie in ihrem 
eigenen Kreise und vergesse doch dabei, dafs es 
Griechen und Römer gegeben .   Haben wir Deutsche 
nicht unseren herrlichen Nibelungen durch solche Ver- 
gleiche (mit Homer) den gröfsten Schaden gethan? 
S0 höchst erfreulich sie sind, wenn man sich in ihren 
Kreis recht einbürgert und alles vertraulich und dankbar 
aufnimmt, so wunderlich erscheinen sie, wenn man sie nach 
einem Mafsstabe mifst, den man niemals bei ihnen an- 
schlagen sollte. Es gilt ja schon dasselbe von demWerke 
eines einzigen Autors, der viel, mannigfaltig und lange 
geschrieben. Überlasse man doch der gemeinen, un- 
behülflichen Menge, vergleichend zu loben, zu wählen 
und zu verwerfen!" 
Wohl war Goethe ein entschiedener, dankbarer V er- 
ehrer der klassischen Kunst, aber das durfte ihn nicht ' 
hindern, zeitweilig auch Werke des Mittelalters zu geniefsen. 
„Wie aber kann sich Hans 
Mit Phidias nur messen? 
VOII 
Eycuk 
Ihr müßt, so lehr' ich, allsogleich 
Einen um den andern vergessen. 
Denn wärt ihr stet-s bei Einer geblieben, 
Wie könntet ihr noch immer lieben? 
ist die 
Das 
Kunst, 
die 
ist 
das 
KYclt. 
Dafs 
eins 
andere 
ums 
gefällt. 
Eine kleinliche Art, Kunstwerke zu 
ferner die bei den Philologen beliebte 
betrachten, ist 
Beschäftigung, 
Gedichte, 
Kunst, 
Modernes.
        

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