Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1528618
K ritisicren. 
Das 
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Da warf ich in ein Eckchen mich, 
Die Eingeweide brannten. 
Um ihn versammelten Männer sich, 
Die ihn einen Kenner nannten." 
Das ist freilich das "Fraurigste, dal's der Nörgler und 
Tadler dem Publikum so oft als Kenner erscheint. 
„Man sagt: Eitles Eigenlob stinket; das mag sein. 
Was aber fremder und ungerechter Tadel für einen 
Geruch habe, dafür hat das Publikum keine Nasef") 
"Bücher werden jetzt nicht geschrieben, um gelesen zu 
werden", klagt Goethe ein anderlnalf) „um sich daraus 
zu unterrichten und zu belehren, sondern um rezensiert 
zu werden, damit man wieder darüber reden und meinen 
kann, so ins Unendliche fort. Seitdem man die Bücher 
rezensiert, liest sie kein Mensch aufser dem Rezensenten, 
und der auch nur so." 
Oft hat Goethe erklärt, dafs der Dichter und jeder 
andere Künstler am besten thäte, sich um die Kritiker 
gar nicht zu kümmern. "Sonst war ich ein Freund 
von Narren," erzählt er einmalß) er habe sie in sein 
Haus hinein gelassen: 
"Brachte jeder seinen Sparren, 
Wollten Zimmermcister sein; 
Wollten mir das Dach abtragen, 
Ein andres setzen hinauf; 
Sie legten das Holz zu Schragen 
Und nehmen's wieder auf; 
1) Maximen und Reflexionen.  
1806, Biedermann II, 109.  3) 
 9) Zu Riemer, 7. November 
Gedichte, Parabolisch. Valet.
        

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