Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1528484
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Ästhetik. 
mthes 
soll sanfte Musik geliebt haben; ich, vermutlich weil ich 
kein Tyrann bin, liebe die rauschenden, lebhaften, 
heiteren. Der Mensch sehnt sich ewig nach dem, was 
er nicht istf") 
Man kann nun fragen, welche Wirkung denn ein 
Kunstwerk auf den normalen Leser machen werde, 
"wenn er es in der richtigen Verfassung, unbefangen und 
gutwillig aufnimmt. Die natürliche Wirkung ist immer 
diejenige, dafs der Zustand des Künstlers im Aufnehmen- 
iden wieder hervorgerufen wird. 
„]edes künstlich Hervorgebrachte versetzt uns in die 
Stimmung, in welcher sich der Verfasser befand; war 
sie heiter und leicht, so werden wir uns frei fühlen; 
war sie beschränkt, sorglich und bedenklich, so zieht 
sie uns gleichmäßig in die Engef") 
"Es ist eigen an diesem Liede," sagte Eckermann, 
als von dem Gedichte ,Cupido, loser, eigensinniger 
Knabe' die Rede war, „dafs es in eine Art behaglich 
träumerische Stimmung versetzt, wenn man es sich 
rezitiert." 
„Es ist aus solcher Stimmung hervorgegangen," ant- 
wortete Goethe, „und da ist denn auch mit Recht die 
Wirkung eine solchefß) 
Ein andermal unterhielt man sich über eine schau- 
spielerische Leistungß) 
„Ich habe Unzelmann in dieser Rolle gesehen," 
sagte Goethe, „bei dem es einem immer wohl wurde, 
und zwar durch die grofse Freiheit seines Geistes, die 
1) Mit v. Müller, 24. 
1818.  3) Eckcrmann, 
20. Dezember 1829. 
 2) 
1829. 
Juni 1826. 
8. April 
Antik und Modem 
 4) Eckermann,
        

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