Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1528389
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Goethes 
Ästhetik. 
Namentlich 
müssen 
wir 
UHS 
V O 1' 
einer 
s chnellen 
lehnung hüten, wenn Kunstwerke aus anderen Kultur- 
kreisen vor uns treten; denn wenn wir ihnen nicht eine 
weite Strecke entgegenkommen, so werden wir ihren 
Wert nicht ergreifen. Indem Goethe seinen Landsleuten 
persische Gedichte verlegte, schrieb er: "Wollen wir 
an diesen Produktionen der herrlichsten Geister teil- 
nehmen, so müssen wir uns orientalisieren; der Orient 
wird nicht zu uns herüberkommenf") 
verstehen, 
will 
Dichten 
das 
ÄVer 
Mufs ins Land der Dichtung gehen 
YVer den Dichter Will verstehen, 
Mufs in Dichters Lande gehcnf") 
Goethe war sehr davon überrascht, dafs Homer, den 
er doch von Jugend auf kannte und völlig ergriffen zu 
haben glaubte, für ihn ein Anderer wurde, als in Sizilien 
homerische Landschaften ihn umgaben. Dort im Süden 
drängte es ihn, die Gedichte wieder zu kaufen und sie 
seinem Begleiter, dem Maler Kniep, in einem herrlichen 
Garten vorzulesen. Und an Herder schreibt er: „Nun 
ich alle diese Küsten und Vorgebirge, Golfe und Buchten, 
Inseln und Erdzungen, Felsen und Landstreifen, buschige 
Hügel, sanfte Weiden, fruchtbare Felder, geschmückte 
Gärten, gepflegte Bäume, hängende Reben, Wolkenberge 
und immer heitere Ebenen, Klippen und Bänke und 
das alles umgebende Meer mit so vielen Abwechslungen 
und Ma-nnigfaltigkeiten im Geiste gegenwärtig halte, nun 
ist mir erst die Odyssee ein lebendiges Wort." Und 
vorher schon heifst es: „Was den Homer betrifft, ist 
1) 
nissen. 
Noten zum 
 9) Noten 
Divan. Übergang von 
zum Divun. Motto. 
Tropen 
Zll 
Gleich-
        

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