Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1526249
IO 
Goethes 
Ästhetik. 
bezwinglichen Kriegsmann und weisen Helden zu 
machen; die dritte aber, Aphrodite, sah ihn nur hold- 
selig an und versprach ihm nichts als ihre Schönheit. 
Und sie hatte leichten Sieg. Mag sein, dafs Paris 
thöricht war, aber zu allen Zeiten gab und giebt es 
Viele, die, wie der idäische Schäfer, Macht, Gold und 
Weisheit neben der Schönheit gering achtenÄ) 
Als sich Goethe nach Italien geflüchtet hatte, suchte 
er dort bewufst und unbewufst immer nach Leuten, die 
sich auf das Leben verstanden. Nach solchen, die 
leichter atmeten, fröhlicher in den Tag hinein lebten 
und die unsägliche Bitternis, die uns das Schicksal 
bietet, schneller überwanden, als er es bisher konnte. 
In Neapel schien der englische Gesandte, Ritter 
Hamilton, ein weiser Praktiker zu sein. Er hatte in 
seinem Leben viel N aturstudiuln und viel Kunststudium ge- 
trieben; zuletzt aber hatte er das Studieren aufgegeben, 
weil er glaubte, in einem sehr Schönen Mädchen den 
Gipfel aller Natur- und Kunstfreude gefunden zu haben. 
Es war eine Engländerin von etwa zwanzig Jahren, eine 
Mifs Hart, die nun bei ihm wohnte. Er lud Goethen 
ein, sie zu sehen, und Tischbein durfte sie malen. „Sie 
ist sehr schön und wohlgebaut," schrieb Goethe nach 
Weimar, wo Hamiltons Name nicht unbekannt war. 
„Er hat ihr ein griechisches Gewand machen lassen, 
das sie trefflich kleidet; dazu löst sie ihre Haare auf, 
nimmt ein paar Shawls und macht eine Abwechslung 
von Stellungen, Gebärden, Mienen u. s. w., dafs man 
zuletzt wirklich meint, man träume. Man schaut, was 
so viele tausend Künstler gern geleistet hätten, hier 
Vgl. 
Schriften 
Kunst, 
über 
Über 
Polygnots 
Gemälde.
        

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