Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527623
VII. 
Der 
Stoif. 
Lafst uns auch so ein Schauspiel geben!" ruft die 
a, lustige Person im Vorspiel zum ,Faust' aus, und 
gemeint ist ein Schauspiel, wie es sich im Leben be- 
ständig abspielt, also „in bunten Bildern wenig Klar- 
heit, viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit." Das 
will die Menge ja auch haben, also 
"Greift nur hinein insi volle Menschenleben 
Ein jeder lebfs, nicht vielen ist's bekannt, 
Und wo ihr's packt, da ist's interessant." 
Der Rat ist gut und schlecht zugleich. Wo der 
Künstler es packt, da wird schliefslich jedes Ding 
interessant, aber soll deshalb der Künstler irgend etwas 
herausgreifen, wie man Lose aus einem Topfe nimmt? 
Bekannt ist, dafs Goethe Friedrich den Grofsen 
und seine Kriege darum schätzte, weil sie in die 
deutsche Poesie erst recht würdige Stoffe und einen 
höheren Inhalt brachten. „Denn der innere Gehalt des 
bearbeiteten Gegenstandes ist der Anfang und das Ende 
der Kunst. Man wird zwar nicht leugnen, dafs das 
Genie, das ausgebildete Kunsttalent, durch Behandlung 
aus allem alles machen und den widerspenstigsten
        

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