Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527448
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Goethe; 
Ästhetik. 
„Anschau'n, wenn es dir gelingt, 
Dafs es erst ins Innre dringt, 
Dann nach aufsen wiederkehrt, 
Bist am herrlichsten belehrtf") 
Wir wissen schon, dafs Goethe jungen Dichtern riet, 
sich vorläufig prosaischen Geschäften zu widmen, denn 
wenn sich nachher der poetische Beruf ganz zweifellos 
herausstelle, so sei auch für sie diese Ausbildung in 
geschäftlicher oder wissenschaftlicher Weltkenntnis sehr 
wertvoll. Auch der Dichter bedarf natürlich einer all- 
gemeinen Bildung, einer Erweiterung seines Gesichts- 
kreises, einer Erziehung seines Charakters. 
sich in der Stille, 
dem Strom der Welt. 
"Es bildet ein Talent 
Sich ein Charakter in 
Und der Dichter Tasso ist glemeint, 
gleichen Scene des Dramas?) heifst: 
WCIIU 
CS 
in 
der 
„Ein edler Mensch kann einem engen Kreise 
Nicht seine Bildung danken, Vaterland 
Und Welt mufs auf ihn wirken. Ruhm und 'l'adel 
Mufs er ertragen lernen. Sich und andre 
Wird er gezwungen, recht zu kennen. Ihn 
Wiegt nicht die Einsamkeit mehr schmeichelnd ein. 
Es will der Feind  cs darf der Freund nicht schonen: 
Dann übt der Jüngling strcitend seine Kräfte, 
Fühlt, was er ist, und fühlt sich bald ein Mann." 
Nun hat allerdings Goethe zu seinem aufrnerksamsten 
Schüler einmal gesagt, dem wahren Dichter sei die 
Kenntnis der Welt angeboren, und er hat dabei sich 
selbst als Beispiel gegebenfl) dafs er keiner grofsen 
Erfahrung bedürfe: 
1) Zahme Xenien. 
Februar 1824. 
'asso 
Efzkel 
mann,
        

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