Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527368
Goethes 
Ästhetik. 
verschlossen; 
Poeten." 
ab er 
eben 
dieser 
Schritt 
macht 
mir 
den 
Die wirklichen, geborenen Dichter haben die Aus- 
drucksfähigkeit und werden sie bewähren, selbst wenn 
sie als ungebildete Bauern oder Handwerker ihr Leben 
führen müssen; die Volkslieder bezeugen es uns. Aber 
auch das poetische Können wird durch allgemeine und 
"besondere Ausbildung gesteigert. Zwar schafft das 
Genie unbewufst, und wenn ein Gedicht entsteht, weil's 
sein Urheber nicht, ob er Jamben oder Trochäen 
schreibt; aber auch der genialste Künstler hat das Be- 
idürfnis, über seine Kunst nachzudenken und sein 
Können wie sein ganzes Wesen durch Ausbildung zu 
erhöhen. „Darum nähert es  das Genie  sich 
gern dem Theoretiker, von dem es die Verkürzung 
seines Wegs, die Erleichterung der Behandlung in jedem 
Sinne erwarten darff") Namentlich die Form seines 
Werkes, obwohl auch sie vorzüglich vom Genie er- 
griffen werden mufs, „will erkannt, will bedacht sein, 
und hier wird Besonnenheit gefordert, dafs Form, Stoff 
und Gehalt sich zu einander schicken, sich in einander 
fügen, sich einander durchdringenß?) 
„Es ist weit mehr Positives, das heifst Lehrbares 
und Überlieferbares in der Kunst, als man ge- 
wöhnlich glaubt, und der mechanischen Vorteile, wQ- 
durch man die geistigsten Effekte  versteht sich, immer 
mit Geist  hervorbringen kann, sind sehr viele. 
1) Diderots 
April 1801.  
Versuch, I. Kap., ähnlich Brief an 
 2) Noten zum Divan. Eingeschaltet. 
Schiller,
        

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