Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527357
Des 
Dichters 
Lehrjahre. 
Als Eckermann wieder einmal von den Ästhetikern 
sprach, redete er auch über ihr vergebliches Be- 
mühen, das Wesen der Poesie und das Wesen des 
Dichters durch abstrakte Definitionen auszudrückenÄ) 
„Was ist da viel zu definieren!" antwortete Goethe. 
"Lebendiges Gefühl der Zustände und Fähigkeit, es 
auszudrücken, macht den Poeten." 
Um diese "Fähigkeit, es auszudrücken" ist es etwas- 
Wunderbares. Auch Schiller liebte es, mit Goethe 
darüber zu reden. „Der Nichtpoet kann so gut als der 
Dichter von einer poetischen Idee gerührt sein," mufste 
er zugeben, "aber er kann sie in kein Objekt legen, 
er kann sie nicht mit einem Anspruch auf Notwendigkeit 
darstellenf") Und weiter: „Es leben jetzt mehrere so- 
weit ausgebildete Menschen, die nur das ganz V01"- 
treffliche befriedigt, die aber nicht imstande wären, auch 
nur etwas Gutes hervorzubringen. Sie können nichts- 
machen, ihnen ist der Weg vom Subjekt zum Objekt 
1) Eckcrmann, 
März 1801. 
IL 
Juni 
1825- 
Schiller 
an 
Goethe,
        

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