Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527289
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Goethes 
Ästhetik. 
"Ach, dafs die innere Schöpfungskraft 
Durch meinen Sinn erschöllc!" 
und 
sich 
dann, 
fast 
betend, 
3.11 
die 
Natur 
wendet: 
"Wie schn' ich mich, Natur, nach 
Dich treu und lieb zu fühlen! 
dir, 
du 
Ein lusfger Springbrunn, wirst 
Aus tausend Röhren spielen. 
Wirst alle meine Kräfte mir 
mir 
Sinn 
meinem 
erhcitern 
Und dieses enge Dasein 
Zur Ewigkeit erweiternf 
hier 
Dafs ihn dieser Glaube nicht täuschte, bezeugt 
manches Wort aus des Dichters alten Tagen, vor allem 
die grofse Lehre: „Die frische Luft des freien Feldes 
ist der eigentlichste Ort, wo wir hingehören; es ist, als 
ob der Geist Gottes dort den Menschen unmittelbar 
anwehte und eine göttliche Kraft ihren Einflufs ausübtef") 
"Geniefsen Sie der freien Luft, die Ihnen doch früh oder 
spät gute Stimmung gewähren wird" hat er auch dem 
Stubenhocker Schiller zuweilen zugerufen?) 
Die Zustände der Natur, die jahreszeiten, das Wetter 
berühren den empfindlichen Dichter viel mehr als den 
Handwerker oder auch den forschenden Gelehrten. Im 
Winter wird der graue Himmel, die frühe Dunkelheit, 
die tiefliängende Wolkenmasse ihn bedrücken, im 
Sommer schmerzt ihn die elektrische Spannung in der 
1) Eckermann, 
Mai 1 797. 
Januar 
1327' 
9.11 
Brief 
Schiller,
        

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