Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527219
Die 
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M uscn. 
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es war mir, als sollte ich mich auf immer von einem 
geliebten Freunde trennen." 
Ein andermal gesteht er dem Freunde, es gehe ihm 
mit dem ,Faust' wie mit einem Pulver, das nach seiner 
Auflösung allmählich zum Bodensatz geworden istÄ) 
„So lange Sie dran rütteln, scheint es sich wieder zu 
vereinigen; sobald ich wieder für mich bin, setzt es 
sich nach und nach zu Boden." Bekannt ist ja auch, 
dal's der bescheidene Eckermann in gewissem Sinne der 
Urheber des zweiten Teils vom ,Faust' ist, denn ohne 
sein Zureden und seine beständige, liebende, beivundernde 
Teilnahme hätte der alte Goethe nicht Mut genug zu 
einem so umfangreichen Unternehmen gehabt. 
Wo zur Teilnahme der Freunde noch der Beifall 
einer gröfseren Menge hinzutritt, brennt auch das Feuer 
der Dichtkunst heller. Es ist schwer, vor wenigen 
stumpfen Zuhörern ein guter Redner zu sein; ist aber 
der Saal gefüllt und spüren wir, dafs das Publikum 
Wohlwollen für uns hat, empfinden wir den Beifall 
schon voraus, den unsere Sätze entzünden werden, so 
Sprechen wir mit einer hinreifsenden Kraft, so dafs wir uns 
selbst darüber verwundern. Wer einmal Erfolg gehabt 
hat, geht mit Freudigkeit und Kühnheit auf neue Auf- 
gaben los; sein Glauben an sich und an den Erfolg 
helfen ihn über alles Verzagen hinweg. 
"Was belohnet den Meister? Der zart antwortende Nachkl 
Und der reine ReHex aus der begcgnenden Brustftü) 
Elllg 
Goethe hatte das Glück, mit zwei grofsen Erfolgen 
Seine Laufbahn zu beginnen, und diese leicht gewonnene 
An Schüler, 
August 1795- 
Schiller in den Xenicn.
        

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