Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527175
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Die 
Linsen. 
103 
kalten Räume seiner Gesundheit weniger dienlich waren 
als seiner poetischen ProduktionJ) 
Ein andermal meint er: „Meyern werde ich wohl 
nicht mitbringen (nach Jena nämlich), denn ich habe 
die Erfahrung wieder erneuert, dafs ich nur in einer 
absoluten Einsamkeit arbeiten kann, und dafs nicht 
etwa nur das Gespräch, sondern sogar schon die 
häusliche Gegenwart geliebter und geschätzter Personen 
meine poetischen Quellen gänzlich ableitetßi) Deshalb 
durfte auch Christiane nur zu seltenen Feiertagen nach 
Jena kommen, und deshalb Verhärtete er sich gegen 
ihre Bitten, doch bald heimzukehren, und gegen ihre 
Versprechungen, dafs sie und der kleine August ihn 
auch gar nicht stören wolltenß) 
Ein andermal, als Goethe des Hofes wegen nicht 
nach Jena sich zurückziehen durfte und nur ins Garten- 
haus zog, mufste Christiane mit dem „Gustell" nach 
Jena übersiedeln, "denn dabei bleibt es nun einmal, 
Clafs ich ohne absolute Einsamkeit nicht das Mindeste 
hervorbringen kann."4) 
Vor den Eindrücken der Aufsenwelt schützen wir 
uns. wenn wir ihr nicht ganz entHiehen können oder 
Wollen, durch Konzentration, durch ein willenskräüiges 
Versannneln unserer Geisteskräfte vor der gesetzten 
Aufgabe. Ein gewöhnlicher Ausdruck der Sammlung 
bestand bei Goethe darin, dafs er keine Zeitungen und 
1) Annalen 1801.  e) An Schiller, g. Dezember 
a) Brief von Christiane, aus dem September 1799. 
Schiller, 7. August 1799. 
1791. 
 4) 
An
        

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