Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527149
IOO 
Goethes 
Ästhetik. 
Ncbcl 
mir 
vcrhülltcu, 
XVelt 
Die Knospe XVundcr noch versprach, 
Da ich die tausend Blumen brach, 
Die alle Thälcr reichlich füllten! 
Ich hatte nichts und doch genug, 
Dcn Drang nach Wahrheit und die Lust am 
Gieb ungcbiindigt jcnc 'l'ricbc, 
Das tiefe, schmerzenvollc Glück, 
Trug] 
Des Hasses 
Gieb meine 
Kraft, die Macht der 
Jugend mir zurück!" 
Lic 
Als 
jugend 
dritte Muse verdient neben der Liebe 
die Einsamkeit gerülnnt zu werden. 
"Mit Andern kann man sich belehren, 
Begeistert wird man nur allein," 
und 
der 
heifst es 
zeitenj 
in 
den 
,chinesisch-deutschen jahr- 
und Tages- 
mir nicht von jener bunten Menge, 
Anblick uns der Geist entdicht!" 
„O sprich 
Bei deren 
ruft der Dichter im Vorspiel zum ,Faust' aus, und in 
dem Mummenschanz, dem wir im zweiten Teil belustigt 
zuschauen, entläfst Plutus, der Gott des Reichtums, den 
Knaben Lenker, also den Poeten, „der sich vollendet, 
wenn er sein eigenst Gut verschwendet," mit den 
Worten: 
"Bist frank und frei; nun frisch zu deiner Sphärcl 
Hier ist sie nicht! Vcrworren, schiickig, wild, 
Umdriingt uns hier ein fratzenhaft Gebilcl. 
Nur wo du klar ins holde Klare schaust, 
Dir angehörst und dir allein vertraust, 
Dorthin, wo Schönes, Gutes nur gefällt, 
Zur Einsamkeit! Da schaffe cluine YVelt!"
        

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