Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Goethes Ästhetik
Person:
Bode, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1525823
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1527079
Die 
11 e ll ll 
Musen. 
Goethe die wunderbare 
nach ihrer Herkunft be- 
Fqit vier Worten hat 
'l'hiitigkeit des Poeten 
zeichnet: 
,Dichtcn 
ist 
ein 
Übermut. 
Das letzte Wort aber bedeutet hier: ein erhobenes, 
gesteigertes Gemüt, es ist ebenso wie das jetzt so 
modische Wort "Übermensch" gebildet, das auch Goethen 
schon geläufig war. Was mit gesteigertem Gemüt ge- 
schrieben wird, wird auch poetisch. Zu Goethes Zeit 
war man noch nicht gewöhnt, in der Bibel etwas Anderes 
als lehrhafte Prosa zu vermuten; er dagegen urteilte: 
„Ein grofser Teil des Alten Testaments ist mit erhöhter 
Gesinnung, ist enthusiastisch geschrieben und gehört 
dem Felde der Dichtkunst auf") Auf der anderen Seite 
ist demnach der Dichter ein Mensch, dessen Gemüt die 
Grenzen des Gewöhnlichen, des Philisterhaften über- 
flutet und in hohen Wogen geht. Solche Wogen 
scheinen zwar sieglos gegen die harten Klippen der 
Realität anzukälnpfen, aber der Kampf ist doch nicht 
ganz umsonst: 
Divan 
211111 
Noten 
Divan.
        

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