Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523005
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Gizalio 
Ronunw. 
Lctzternl zu erhalten, die er zur Ausstattung seiner mit dem 
Bildhauer Lorenzetto Boni versprochenen Schwester Giro- 
lama bestimmte. Näheres erfahren wir darüber aus Docu- 
menten, woraus sich ergibt, dass er sie am 23. Februar 
1593 mit demselben verheirathete und ihr eine Mitgift von 
400 Golddukateil bestimmte, die schon am 29. October des- 
selben Jahres ausbezahlt waren, sowie noch 1.30 Dukaten 
für Putz und Geschmeide und eine schöne weisse Brautlade 
zum Aufbewahren der Ausstattung, wie dieses damals iu 
Rom allgemein gebräuchlich war. Nach der Sitte des 16. 
Jahrhunderts in Rom versprachen in dem noch erhaltenen 
Document die Contrahirenden „binnen acht Tagen die Hei- 
rath zu vollziehen, sich nur mit gegenseitiger Einwilligung 
dieser Verpflichtung als los und ledig zu betrachten, im 
Ühertretungsfalle einander 1000 Golddukaten Schadenersatz 
zu zahlen". Von des Lorenzo Boni guten Vermögens- 
unastiinden geben gleichfalls Documcnte verschiedene Belege, 
wobei besonders eine Übereinkunft mit seinem Hausnaehhar 
merkwürdig erscheint, wodurch sie sich gegenseitig ver- 
pflichten, das Ergebniss der Ausgrabungen auf dem Borlen 
ihrer aneinanderstossenden Häuscr, als an Steinen, Mar- 
morblöcken, Fragmenten und aller edeln Steine und Metalle, 
nach gleichem Werth zu theilen. Es ist daraus ersichtlich, 
wie zahlreich und ergiebig damals dergleichen Fundgruben 
müssen gewesen sein. 
In welcher Gimst Giulio Romano bei dem Papst ge- 
standen, bezeugt eiu Breve, wodurch Leo X. dem Künstler 
die Präfecturstelle an dem Tiber (Tagliata genannt) ge- 
währt, um sie mit einem andern römischen Bürger, Gian- 
pietro Caffarello, gemeinschaftlich zu verwalten und deren 
Emolumente zu theilen. Zur Vereinfachung dieses Geschäfts 
und wol auch um seine Einkünfte zu sichern, verkaufte 
Giulio diese Rente an den Sohn jenes Caffarello und löste 
jährlich 90 Golddukaten dafür.  
Durch die Vermittehmg des Grafen Baldassare Castigliozie 
im November 1524 in den Dienst des Fedcrigo Gonzaga, 
Marchesevon Mantual, getreten und Rom verlassend, gab 
Giulio Romano seinem altern Bruder Giamlaattista del Corno
        

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