Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1522924
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Einige 
Porlruiie 
RufaePs. 
des kleinen Rafael, welches von Timolec) Viti gemalt ist, jetzt 
in der Galerie Borghese in Rom, eine auffallende. Almlich- 
keil. mit jenem zeigt. Da es den Verehrern des grosseu 
Urbinaten angenehm sein dürfte, sich hiervon selbst durch 
eigene Anschauung zu überzeugen, so geben wir hier eine 
Abbildung davon. 
Das schöne Selbstbildniss von Rafael, in schwarzer 
Rreide gezeichnet, kann aus der Hinterlassenschaft des Hrn. 
Jeremias Harmann in London, wo wir es zuerst gesehen 
lind ein Facsimile davon nahmen und dann bekannt machten, 
in die an Zeichnungen von Rafael reichste Sanmnlung zu 
Oxford und bildet dort eine höchst erwünschte Ergänzung; 
derselben. Von einem andern sehr interessanten Portrait 
RafaePs in ganzer Figur, welches Pinturicchio in einer sei- 
ner Malereien in Siena dem scinigen vorangestellt, war 
nicht nur schon früher die Rede, sondern es ist uns auch 
vergönnt, durch eine von dem F reseobild genommene Zeich- 
nung eine Abbildung (lieser beiden interessanten Portrait- 
liguren diesem Werke beizufügen. 
Über das Original des Portraits, welches Rafael ums 
Jahr 1509 von sich selbst gemalt und seinem Freunde Franeesr-o 
Francia als Gegengesehenk des ihm zugeschiekten seinigwi 
gesendet, fehlen noch immer sichere Nachweisungen. Das 
Exemplar, welches Prinz Adam Czartoryski in Venedig er- 
warb und nach Petersburg brachte, hat nach dessen Tode 
im Jahr 185D der jetzt auch verstorbene Hr. Samuel Wood- 
burn in London gekauft, und wird sich dasselbe gegenwär- 
tig im Besitz irgend eines Privaten in England befinden. 
Eine alte aber ungenügende Copie, deren es mehrere gibt, 
kam mit der Galerie Barbini in Venedig durch Ankauf des 
Rönigs von VVüi-temberg in die Sammlung des Museums zu 
Stuttgart.  
Zu den Bildnissen, welche von Rafael in seinen letzten 
Lebensjahren sind genommen worden und welche zeigen, dass 
er sich den Bart etwas hatte wachsen lassen, gehören be- 
kanntlich das in der Villa Laute in Rom von Giulio Ro- 
mano in Fresco gemalte, sodann das in dem Gemälde im 
Louvre, Rafael und sein Fechtmeister genannt, und das
        

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