Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1524697
der 
Zeichnungen 
Rafizefs. 
239 
oben gesehen. Kreidezeichnung. fol.  Hat. Nr. 702 
u. 703. 
686. Die Krönung des h. Nicolaus von Tolentino, 
llüchtiger Entwurf in schwarzer Kreide zu dem Altar- 
hlatt für die Augustinerkirche zu Citta di Castello. 
In der Mitte steht auf dem überwiiltigten Satan der 
heilige Einsiedler, in der einen Hand ein Kreuz, in der 
andern ein Buch haltend; diese Figur ist nach einem 
unbekleideten Modell gezeichnet. Über ihm schwebt 
ein Cherubsköpfchen und weiter oben in einer Man- 
 dorla Gott Vater  mit beiden Händen eine Krone 
haltend; auch diese Figur, Kniestück, ist nach einem 
Modell entworfen. Etwas tiefer zu den Seiten schwe- 
ben in halben Figuren auf Wölkchen links die h. Jung- 
frau, rechts der h. Angustinus, beide mit ihrer Rech- 
ten eine Krone darreichend. Links unter der Maria, 
zur Seite des Heiligen ist etwas kleiner ein stehender 
und verehrender Engel angedeutet. Das Ganze um- 
schliesst eine Architektur von zwei Pilastern, auf de- 
nen ein Bogen ruht. Auf der Rückseite ist nochmals 
grösser der Kopf des h. Nicolaus nach einem Klo- 
stergeistlichen, ebenfalls in schwarzer Kreide gezeich- 
net. Sodann befindet sich ohen noch eine Federzeich- 
nung von vier Schwänen, zwei Gewandstudicn und 
unten der Entwurf zu einer Säulenhalle mit Bogen und 
Fenstern darüber, in der Art wie an den Palästen zu 
Urbino und Gubhio. F olioblatt von um so höherm In- 
teresse, als das Gemälde sich nicht mehr vorlindetl). 
Kat. Nr. 737 u. 738. 
687. S. Sebastian. Er hält den rechten Arm in die 
1) Bei einem Brand in der Kirche wurde das Altarblatt in 
seinem obern Theile beschädigt und l7Sr9lvon Papst Pius VI. um 
1000 Scudi rnmani gekauft. Seines Zustandes wegen sägte man 
den untern Theil als ein Bild für sich ab und zertheilte den obern 
Tlxeil, so dass jede der drei Figuren ein bwnderes kleineres Ge- 
mälde bildete, Im Palast des Papstes aufgestellt, sind diese Ta- 
feln seit der Invasion der Franzosen daraus verschwunden und ist 
jede Spur davon verloren gegangen.
        

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