Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1524475
der 
Zeichnungen 
Rnjlzeläs. 
217 
Rechts Joseph in Ruinen. Diese schöne mit Sepia schattirte 
und mit Weiss gehöhte Federzeichnung gehört einem Schiiler 
RafaePs an. Auf der Rückseite befindet sich dieselbe Compo- 
Sition nochmals leicht skizzirt. 4. 
f) Fünf Landschaften. Es sind Ansichten von Städ- 
ten, Felsenpartien und dergleichen, und nochmals drei andere 
kleine Federzeichnungen, wobei das innere eines Zimmers. 
in einer der Landschaften kommt ein Stadtthurm von nor- 
discher Bauart vor. Alle diese Zeichnungen haben in der 
Behandlung eine gewisse Verwandtschaft zu ähnlichen aus 
Rafaefs Jugend; allein sie sind nicht so einfach behandelt als 
diejenigen, welche als unbestreitbar von dem Meister gezeich- 
net anerkannt sind. 
g) Ein Ornament mit zwei Vögeln. Diese Zeich- 
nung nach einem antiken Vorbild ist in der Art des Ginvanni 
da Udine behandelt. fol. 
h) Der Kopf eines jungen Weibes. Ihre herab- 
hängenrlen Haare sind zum Theil mit einem Schleier bedeckt, 
Fast Profil nach links gewendet ln schwarzer Kreide ge- 
zeichnet und leicht colorirt. kl. 4.  In der Sammlung wird 
dieses Blatt richtig dem Timoteo Viti zugeschrieben; ich er- 
wiihne es indessen in diesem Verzeichniss, da ein geist- 
reicher Schriftsteller in dem Kopf einige Ahnlichkeit mit dem 
der Madonna de] Cardellino gefunden und die Zeichnung 
dem Rafael glaubte zuschreiben zu diirfen. 
In 
der 
Sammlung 
des 
Louvre 
in 
Paris. 
Unter der grossen Zahl von Zeichnungen, welche in 
dieser über 20,000 Blätter enthaltenden Sammlung von frit- 
hcrn Zeiten her dem Rafael zugeschrieben wurden, beüu- 
den sich etliche und dreissig- echte vom grossen Meister. 
Sie stammen zum Theil aus den Sammlungen Crozat, Cay- 
lus und Mariette. Von denen, welche aus der Sammlung- 
de Saint Marys zur Hevolutionszeit in das NilllüllitltllllSültlll 
hätten kommen sollen, gelangte jedoch nur ein Theil davon 
in dasselbe, während wir den andern Theil jetzt in Eng- 
land antrellen, Sehr schöne Zeichnungen RafaePs wurden 
im Jahre 1850 aus dem Nachlass des Königs der Nieder- 
lande, Wilhelm ll., im Haag für die Sauunlnng des Louvre 
(Pi-werben.
        

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