Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1524283
19.8 
Zusätze 
und 
Berichtigungen 
in Rom angekommen war und noch nicht die geringste 
Probe als Architekt gegeben hatte; dass er die Kenntniss 
dazu erst durch Bramante erlangte und den ersten Beweis 
seiner Kunst darin beim Bau seines Hauses 1513 bewährte. 
Auch lässt Poutani ausser Acht, dass bereits 1511 Baldas- 
sare Peruzzi das Deckengemälde des Saales in der Farne- 
sina ausgeführt hat und 1512 Sebastiano del Piomho die 
Frescos in den Lunetten darin, Erst 1514 sehen wir auch 
Rafael in demselben Saale mit der Ausführung der Galatheai 
beschäftigt und noch später mit den Darstellungen aus der 
Fabel von Amor und Psyche in der Loggia des Palastes. 
Nach dieser Auseinandersetzung schwindet auch die leiseste 
Wahrscheinlichkeit, dass Rafael der Architekt dieses aller- 
diugs reizend schönen Gebäudes könne gewesen sein. 
Plan 
Zll 
der 
Villa 
'Madama. 
lildem wir auf das verweisen, was wir bereits über 
diese für den Cardinal Giulio de" Medici, naehmals Papst 
Clemens VII., auf dem Monte Marie erbaute Villa gesagt 
haben, theilen wir hier noch eine auf sie bezügliche Stelle 
mit, welche sich in Sebastiano Serlio's Werk "Cinque libri 
däirchitettura" (Venezia 1551), vorlindet.  Er berichtet darin 
wie folgt: "Fuori di Homa, poco diseostodel Monte Blario, 
e un belissimo sitotcon tutte quelle parti, ehe ad un luogo 
di piacere si rieerca; le quali parti siugolari io taeerö piu- 
tosto che dirne poco. Ma solamente io tratterb e diiuostrerb 
uua loggia con la sua faccia ordinata dal divino Ranflhello 
d'Urbin0, benche egli fece altri appartementi et dettc prin- 
cipio grandetad altre cose." 
 Nach des Papstes Tod kam diese Villa in den Besitz 
des Capitels .von__Sant' Eustachio. Von diesem kaufte sie 
lilargarita von Osterreieh, zuerst Gemahlin des Herzogs 
Alexander von Medici und dann des Herzogs von Parma 
und Piacenza, Ottuvio Farnese. Dass in Folge dieser letz- 
ten Ehe_ die Villa durch Erbschaft an den König von Nea- 
pel gekommen, haben wir bereits berichtet.
        

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