Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1524136
Verzeichniss 
der 
Genziilde 
Ilczfaefs 
183 
Indessen kam uns noch die Hunde von einem andern, 
bisher nngekannten Exemplare in llleiningen zu, für welches 
gleichfalls Ansprüche auf Originalität gemacht werden, 
worüber uns aber eben so wenig ein Urtheil zusteht. Das 
"Deutsche Piunstblatt" vom 3. September 1857 berichtet näm- 
lieh, dass bei der im Juli d. J. stattgebabten Ausstellung histo- 
rischer Cartons in Meiniugen auch ein ausgezeichnetes Ge- 
mälde jener h. Familie den Hunstfreunden zu näherer Kennt- 
niss gelangt sei und gibt darüber ausführlichen Bericht, dem 
wir Folgendes entnehmen. 
Das Bild ist auf Holz gemalt, misst 3' 5" 8'" Höhe auf 
2' 6" 2'" Breite. Der Brigadegeneral, nachheriger Divisions- 
general Jacques Alexandre Franeois Alix, Graf von Freuden- 
thal brachte das Gemälde aus Italien nach Paris und über- 
gab es einem dortigren Bilderherstellcr, welcher mancherlei 
Veranstaltungen an demselben angerichtet, namentlich die 
goldenen Reife der Heiligenscheine weggenommen und das 
Gewand der Maria mennigroth übermalt habe. General Alix 
trat 1808 in westfälische Dienste und übergab sein Bild 
dem bekannten Maler Ludwig Hummel, später (1825) Di- 
rector der Akademie der bildenden Künste in Kassel, zur 
Aufbewahrung. Nachdem am 30. September 1813 der General 
capitulirte und schleunigst von Kassel abziehen musste, blieb 
das Bild in Hummefs treuer Obhut. Dort sah es der Hur- 
prinz, später Kurfürst Wilhelm ll., und seine kunstliebende 
Gemahlin Auguste, und erhielt Hummel, der sich damals 
nach Paris begab, von Ersterm den Auftrag, womöglich 
den Ankauf des Bildes vom General Alix zu vermitteln. 
Dies gelang nach Wunsch und nun schenkte der Hurprinz 
das Gemälde seiner Gemahlin, der Grossmutter des Erb- 
prinzen Georg von Sachsen-Meiningen, von der es dessen 
Tochter, die Herzogin Maria von Sachsen-Meiniugen erbte. 
Die liurfitrstin Auguste von Hessen, königl. Prinzessin von 
Preusseil, liess das Bild erst im Schlosse zu Piassel, später 
in dem zu Fulda aufhängen. Gegenwärtig ziert es für ge- 
wöhnlich das Zimmer der Herzogin im RCSidHIIZSClIlO-SS Zll 
"Meiningeil. Da sich die Tafel des Bildes wiederholt stark 
geworfen hat, wurde es mehrmals restaurirt.
        

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