Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1524126
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Zusätze 
Bericlzliyuazgen 
und 
zu 
dem 
Nachtrag 
ähnlich; nämlich die Lichter sind leuchtend weisslieh, die 
Übergänge röthlich, an der Hand selbst etwas ins Ziegel- 
rothe gehend, die Schatten klar graubriiunlieh. Dagegen 
hat die sorgfältige Ausführung nicht jene Freiheit der Pin- 
selführung und ist etwas glatt, das weisse Hemd ist selbst 
steif behandelt. Diese verschiedenen Eigenschaften stimmen 
vollkommen mit andern Werken des Hidolfo Ghirlandajo 
überein, von welchem Vasari ausdrücklich angibt, dass er 
gerade im Portrait Ausgezeichnetes geleistet hat. Wir sind 
deshalb der Überzeugung, dass er der Meister dieses Jüng- 
lingsbildnisses ist. Bin ich recht unterrichtet, so besass 
dieses köstliche Gemälde einstens der Dichter Allieri und 
erbte es von ihm der Maler Fahre. Jetzt bildet es die 
schönste Zierde des von Letzterm gestifteten Museums in 
seiner Vaterstadt Montpellier. 
Nachträgliche 
Notiz, das Gemälde 
Loreto betreffend. 
der 
Madonna 
di 
Noch ehe Vorstehendes Verzeichniss der Gemälde Ra- 
laells völlig abgedruckt war, erhielten wir die Mittheiltmg 
der augsburger „Allgemeinen Zeitung" vom 30. Juli 1857 aus 
dem "Giornale offieiale di Roma" vom 13. Juni 1857, wonach 
Sir Walter Kennedy Lawrie sein schon erwähntes Exem- 
plar der Madonna di Loreto nach Rom gehracht hat, um es 
dort von dem Vorstand der Akademie von S. Luca hegnt- 
achten zu lassen. Der Commandatore Präsident und die 
Professoren der Ahtheilung für Malerei gaben hierauf am 
3. Juni die Erklärung, dass sie einstimmig das Gemälde für 
ein Werk RafaePs von Urhino aus seiner besten Zeit hal- 
ten, dass es auch gut erhalten sei und nur einige Stellen 
ungesehickte Restaurationen erfahren haben. Es ist auf Holz 
gemalt und misst 5 Palm I Zoll Höhe auf 3 Palm 41h Zoll 
Breite. 
Hiernach und auch nach dem schon mitgetheilten Ur- 
theile des Sir Charles Eastlake wäre anzunehmen, dass dieses 
Exemplar das so lange gesuchte Original von Rafael sei.
        

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