Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523929
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Zusätze 
und 
Berichtigungen 
ZU 
dem 
Nachtrag 
jetzt nicht ganz in Abrede stellen wollen, obgleich sie auch 
denen ähneln, welche wir als solche vom Spagna erkannt 
haben, und wohl wäre es möglich, dass dieser sie zu dem 
Frescogemälde in S. Onofrio gemacht und dieses auch sein 
Werk ist. 
Kupferstiche nach dem Fresco in S. Onofrio: Zacheroni 
del. 1846, Ch. Jeanneres sc. kl. q. fol.; leicht behandelter 
Stich, der aber einen richtigen Begriff vom Original zu ge- 
ben nicht im Stande ist.  Jesi bereitete 1847 eine Zeich- 
nung zu einem grossen Kupfer-Stiche vor, Worin jedoch auch 
die Charaktere der Köpfe verfehlt waren. Nach des Künst- 
lers Tode dürfte das Unternehmen aufgegeben worden sein. 
 Der Maler Zotti hatte 1847 die Köpfe, Hände und Fiissc 
in der Originalgrösse gezeichnet und gedachte sie in Litho- 
graphie herauszugeben. 
Die Anbetung der Könige. 
Altarblatt in der Augustinerkirche zu Perugia. 
In dem "Deutschen Hunstblatt" von 1857, S. 907, befindet 
sich eine Mittheilung aus Perugia von Dr. Ernst Förster 
mit der Überschrift „Ein Rafael entdeckt". Es ist dieses 
eine Anbetung; der Könige, reiche Composition, Welche er 
ausführlich beschreibt und dabei bemerkt, dass die vier sin- 
genden und musicirenden Engel, welche oben auf einer 
Wolke knien, denen auf RafaePs Bilde der h. Ciieilia 
ähnlich seien. Der 'I'radition zufolvre wurde das Gemälde 
bald dem lDomenieo di Paris Alfaiii, bald seinem Sohne 
Oratio zugeschrieben, welcher letztere es 1545 ausgeführt 
haben soll. Allein er (Förster) habe am untern Saume 
des Mantels der llfaria die Jahreszahl MCCCCCV entdeckt 
und die ltlalerei so vortrefflich, die Charaktere und Zeich- 
nung so fein gefunden, wie er dieses dem Domenico di Pa- 
ris Alfani nicht zuzutraueil scheint. Von Oratio, der erst 
weit später als 1505 geblüht, könne das Bild nicht sein 
und auch nicht von Peter Perugino, welcher damals schon 
nicht mehr auf seinem Höhepunkt gestanden Es bliebe 
daher nur übrig, das Werk dem Rafael zuzuschreiben. Auch 
glaubt Förster, dass Vasari es erwähne, indem er von einem 
Bilde spreche, welches Rafael "dem Baglioni oder Oddi" für
        

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