Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523809
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Zvlsiilzc 
und 
Berichtigungen 
Mittheilung-en, das Jagdschloss La lilaglianzi betreffend, denen 
Wir Nachfolgendes entlehnen. 
Die alten Mauern und Zinnen des Maierhofs stammen 
wahrscheinlich aus der Zeit des Papstes Innocenz VllL, 
welcher nach Novaes diesen Hof gegründet hat. Als Plur- 
fürst Ernst von Sachsen im Jahre 1480 in Rom war, gab 
Sixtns IV. dem fremden Fürsten durch seinen Nelfen, den 
eben vermählten Gerome Riario, hier eine Iilapperjagwl, die 
Jakob von Volterra als Augenzeuge beschreibt. Das Mahl 
wurde im Freien gehalten, denn es stand noch nicht jenes 
grössere Gebäude, welches unter Julius Il. von seinem 
Günstling, dem Cardinal Francesco Alidossi ist errichtet 
worden. Dieser, ans einem angesehenen Geschlecht aus 
Imola stammend, war schon unter Sixtus IV. nach Rom 
gekommen, wo seine Schönheit Aufsehen erregte. Als 
Sixtns starb, ging er als Page in den Dienst des Julian 
della Bovere, Cardinal von S. Pietro in Vincolis, nachmals 
Papst Julius II. Palazi berichtet in seinen „Fasti cardi- 
nalinm", dass der Papst Alexander VL, der berüchtigte 
Borgia, gegen den Cardinal Jnlian erbittert, sich an Fran- 
cesco, dessen Liebling, gewendet habe, dem Cardinal nach 
ÄFrankreich, wohin er geflohen war, zu folgen und ihm Gift, 
das er ihm einhündigte, beizubringen. F rancesco nahm das 
Gift, wusste es jedoch soieinzurichten, dass er in Florenz 
krank Wardnnd dem Cardinal Warnung znsandte. Bald 
darauf starb "Alexander VI. und Pins III-. regierte nur 2G 
Tage, worauf 1503 Julian, als Julius Il., den päpstlichen 
Thron bestieg. 
Alidossi wurde nun des Papstes Generalsehatzineister, 
Erzbischof von lllalta, dann von Pavia, später von Bologna. 
Im Jahre 1505 ernannte er ihn zum Cardinalpresbyter für die 
Kirche S. Nero und Achilleo, naehlnals für S. Cücilia. In diese 
Zeit der Gunst (1506) fällt, was Alidossi für die Magliana 
gethan und wo er sich noch mit Geflissenheit als den 
"Alumnns" des Papstes Julius Il. bezeichnete. Später än- 
derte sich ihr gegenseitiges Verhältniss. Alidossi wünschte 
für lmola, wo seine Vorfahren unabhängig gewesen, sich 
die Fürstcnwürdc zu erwerben, fand aber unerwartet Schwie-
        

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