Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523737
Zlüll 
cbron0L 
Verzeiclnziss der Gemälde RaIZzePS. 
143 
ganz neu gemalt. Am besten erhalten ist der Rachen des 
Drachen und auch im Hopf der Heiligen leuchtet im Aus- 
druck von Unschuld und edler Unbelangenheit der Genius 
Halfaells noch mächtig hervor.  
Die 
kleine 
Familie, 
in 
Paris. 
235 , 
Dieses liebliche Bild von RafacPs Erfindung scheint je- 
doch von Giulio Romano ansgefühit, da es in der Zeichnung 
einige Versehen zeigt und die Färbung nicht jene Milde des 
Tons hat, welche dem Meister eigen ist. Bei hiaria ist 
namentlich der Kopf etwas stark, "ihr Fuss sehr klein und 
die lebhafte Färbung der Landschaft erinnert an ähnlich 
behandelte des obengenannten Schillers. Dagegen stimmt 
die Behandlung der auf dem Deckel grau in Grau gemalten 
Figur der Abondantia mit andern Malereien von Fran- 
cesco Penni, weshalb dieselbe von diesem Schüler RafaePs 
dürfte gefertigt worden sein. 
Felibien, nachdem ,er inseinen "Entretiens", p. 335, 
von dem Exemplar des Bildchens in dem Cabinet des Königs 
gesprochen, Fahrt hierauf fort: „Was nun das Exemplar 
betrilft, welches sich jetzt bei dem Herzog von Mazarin 
befindet, so li.ess es der Cavaliere del Pozzo durch den 
lllarquis de Fontenai kaufen, als dieser Gesandter bei dem 
Papst Urban Vlll. gewesen, indem er behauptete, dass die- 
ses das Original, welches Rafael zu malen angefangen habe, 
und da-ss dasjenige, von dem ich gesprochen, eine Copie von 
Giulio Romano sei.   .  Die Zeichnung beider Bilder ist 
von Ralael, die eraber von zwei seiner Schüler hat 111111611 
lassen; jedoch da er mehr Neigung hatte, jenem im Cabinet 
des Königs die letzte Hand zu geben, vollendete er es ganz 
und liess das andere unvollkommenft 
Aus der Art, wie sich F elibien über die beiden Exem- 
plare ausspricht, ist nicht zu zweifeln, dass er das im Louvre 
für das Original, das andere aher_nur für eine Copie hielt, 
aber nicht wagte dies offen auszusprechen.  
Lithographirt von J. Cqrot 1840- kl- fol-
        

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