Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523715
Z1! m 
ckronol. 
Vcrzciclnziss der Genzülde Hafacfs. 
141 
findet man am Satan starke Übermalungeii. Dennungeachtet 
ist die Vortrellliehkeit des Gemäldes der Art, dass es noch 
immer einen mächtigen Eindruck auf den Beschauer auszu- 
üben vermag. 
Von diesem Bild des S. Michael gibt es mehrere und 
gute alte Copien, von denen selbst eine bei Hrn. de Coreil, 
rue Vendöme au Marais Nr. G in Paris, als ein Original an- 
gegeben wird, welches Rafael für den Kaiser Karl V. gemalt 
habe. Eine andere befindet sich in der Kirche St. Germain 
des Pres in Paris und eine dritte von Mignard in St. Sulpice 
derselben Stadt. Wohin diejenige gekommen, welche Hr. 
Aguado besessen, ist mir nicht bekannt. Endlich ist noch 
eine alte Copie in der Galerie zu Schleisheim zu erwähnen. 
Kupferstich: G. Lüdcritz. kl. fol 
Die 
gfOSSB 
Familie , 
1518. 
233 , 
Pierre Dan sagt in seinem "Tresor des merveilles de 
Fontainebleau" (Paris 1042), dass liöilig Franz I. dieses Bild 
um 24,000 Livres Ts. gekauft habe, und dass es davon 
viele Copien gebe. Wie irrig die erste dieser Angaben ist 
und dass dieses prachtvolle Werk ein Geschenk von Lorenzo 
de' Medici an den König war, erhellt aus den schon beim 
S. Michael mitgetheilten Briefauszügen, worauf wir hier 
allein verweisen. 
Die Eile, mit welcher Rafael auch dieses Bild zu voll- 
enden gezwungen wurde, nöthigte ihn die Irliilfe seines Schü- 
lers Giulio Romano mehr in Anspruch zu nehmen, als er 
es besonders bei einem Bild für Franz I. dürfte gethan ha 
ben. Vasari sagt deshalb auch nur im Leben des Giulio 
Romano, dass es dieser nach RafaePs Angabe ausgeführt. 
Dennoch ist des Bleisters Hand in einigen Theileu entschie- 
den bemerkbar, namentlieh ist der Kopf des Joseph sehr 
geistreich behandelt und das Colorit im Helldunkel von be- 
sonderer Schönheit, Auch in dem Kopf der Maria, V0" M" 
quatre grands tableaux appartenant au roy, de la main de Raphaiäl 
d'Urbin, ä Süvßil" 19 samt Michel, la Sainte Marguerite, Sainte 
Anne et le portrait de 1a reine de Naples."
        

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