Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523701
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Zusätze 
und 
Berichtigungen 
Vedete reecordare Raühello ehe lc aeeonci et facci in modo 
ehe per la via non si guastassimo, maxime se piovesse." 
Desgleichen vom 3. Juni 1518: 
„Circa li quadri et pieture ehe ha facto Ralfaello da 
Urhiuo, intendo quando advisate, ehe non accade dir altro; 
havete facto bcne a dirizzargli alli Barthalini a Lione, dove 
troveranuo ordine quello haranno a fare." 
Goro Gori an Lorenzo de' Medici, Herzog von Urbino 
(in Frankreich). Florenz, vom 3. Juni 1518: 
„Le picture ehe ha facto Halfaello da Urbino sono a 
Firenze; domattina si partiranno li mulatieri ehe le portano. 
Raffaello ha mandato con quelle 1m suo garzone." 
Desgleichen vom 19. Juni 1518: 
„Le figure sono partite per a Lione, le quali abbiamo 
indirizzate a Barthalini." 
Aus diesen Briefstellen ist ersichtlich, wie sehr Rafael 
wegen der schnellen Vollendung der Bilder gedrängt wurde 
und wie er diesem Anliegen entsprochen hat. Sodann aber 
auch die Sorge des Herzogs, dass dieselben sicher ankom- 
men und ihnen kein Schade zustossen möge, sodass er 
selbst den kostspieligern Transport zu Land über Lyon 
dem zur See vorgezogen. Wie aber auch Rafael, für seine 
Werke sehr besorgt, sie nicht den lilaulthiertreiberxl allein 
überliess, sondern zu steter Bewachung der Bilder einen 
seiner Diener mitschiekte. Aus diesen Mittheilungen geht 
auch hervor, dass der S. Michael zu gleicher Zeit wie die 
grosse h. Familie ist bestellt und ausgeführt worden, min]- 
lieh im Jahre 1518, und ersterer nicht 1517, wie öfters ist 
angegeben worden. Auch ist er, wie ich mich überzeugt, 
ganz deutlich mit der goldenen Inschrift bezeichnet: BA- 
PHAEL. VRBINAS. PINGEBAT. M. D. XVIII. 
Das Bild hat durch Unvorsichtigkeiten iiftere Unbilden 
erlitten und ist mehrfach hergestellt worden 1), namentlich 
l) Leon de Laborde, La renaissance des arts ä la Cour de 
France etc. (Paris 1850), p. 33: „D0un6 la somme de onze Livres 21V 
Frangois Primadice de Boullogne, le peintre pour avoir vaquä 
durant 1c mois (Poctobre 1530, '21 laver et nettoycr le vernis 51
        

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