Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1521959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1523662
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Zusätze 
Berichtigungen 
und 
Fuss ist von sehr schöner Zeichnung. Bei Maria fällt auf, 
dass ihr Iiopf auf sehr dünnem Halse sitzt, wodurch indes- 
sen Rafael das Jungfräuliche in ihrer Bildung ausdrücken 
wollte. Ihre Carnation zieht in dem Schatten Sehr ins 
Grauliche, die Übergänge sind röthlich, die Lichter weisslich 
und ganz in des Meisters Art behandelt, Bei der Elisabeth 
ist die Carnation gefärbter und wärmer gehalten. Die breit 
behandelte Landschaft hat in der Ferne eine satt blaue F är- 
bung. Dagegen ist der darin erscheinende Gott Vater über 
der Taufe Christi sehr licht gehalten. Das Kleid der Eli- 
sabeth von graublauer, und ihr Mantel von ockerrother 
Farbe sind von reizend mildem Ton; so auch das lackrothc 
Pileid mit weisslichen Lichtern der Maria und ihr blauer 
Mantel. Unaussprechlich fein ist ihr Ausdruck von Ver- 
schämtheit und Demuth, und der des freudigen Grusses und 
des Glaubens bei Elisabeth. Links im Grund steht in Gold: 
RAPHAEL . VRBINAS. F. und unten in der Mitte: 
MARINVS. BRANCONIVS. F. F.  Das Bild hatte drei 
Sprünge und Verletzungen daran, die nach Übertragung auf 
Leinwand hergestellt werden mussten; besonders haben hier- 
durch die sich fassenden Hände gelitten, auch oben und un- 
ten ist das Bild stark ausgebessert; im übrigen macht es 
einen sehr befriedigenden Eindruck. 
Die 
Familie unter der Eiche, 
(Nr. 230, s. 304.) 
in 
Madrid. 
Dieses grössere Altarhlatt wird nach dem Exemplar im 
königl. Museum zu Madrid daselhst „Lu sacrn fainilia del 
Agnns Dci" genannt, und in Florenz, wegen der Eidechse, 
welche sich auf dem Exemplar im Palast Pitti befindet, „La 
saera famiglia della lacerta". Beide Bilder sind jedoch nur 
VVerke von Schülern RuFaeVs, obgleich dieser den Entwurf 
dazu scheint gemacht zu haben, namentlich sind die beiden 
Piinder ganz liafaelisch; die lilaria dag'eg'ei1 hat etwas zu 
gesucht Vornehmes, als dass wir auch nur die Erfindung 
derselben dem grossen Meister zuschreiben möchten. Die 
etwas glatte Ausführung, besonders die Behandlungswveisi:
        

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