Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515698
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Genzälzle 
Kupferstiche: C. L. Masquelier 1820, von der Ge- 
genseite. kl. fol.  LuigiBavocci 1827. fol. -Caspar. kl. fol. 
für den Berliner Kunstverein.  Reveil fürs Museo di Pittura 
e di Scultura. 
Alte Copien des Bildes gibt es mehrere: Im Hans des 
Mareliese Guadagni zu Florenz ist eine schöne aus RafaeYs 
Zeit. Zwei andere kamen nach England, eine durch den 
Englischen Consul B. Udney, eine zweite durch Hrn. Day in 
London, diese aus dem Hause Aldobrandini besitzt jetzt der 
Advocat Swaiizstovz, die andere, vorzüglichere der Knnsthänd- 
ler Emmerson in London. 
La 
belle 
J ardiniäre. 
Auf Holz. 
Hoch 3' 7" 
Maria, ganze Figur, sitzt auf einem Stein in einer 
reich mit Pflanzen und Blumen bewachsnen Wiese, daher 
ihr Name. Sie betrachtet mit imaussprechlicher Demuth 
und Grazie das. links vor ihr stehende Christkind, welches 
das eine Ärmchen in der Mutter Schoos legt und voll 
Liebe zu ihr hinaufblickt. Der kleine Johannes kniet rechts, 
sich auf sein Kreuzchen stützend, das er in der Rechten 
hält, und betrachtet verehrend seinen göttlichen Gespielen. 
Den Hintergrund bildet eine Landschaft mit Bergen in der 
Ferne, durch die sich ein Fluss windet; rechts sieht man 
eine Stadt; Das Bild ist obe gerundet. Das herrliche 
Werk ist mit viel Studium, aber meisterhaft und geistreich 
behandelt, von grosser Schönheit in der Zeichnung und von 
so seelenvollem, himmlisch reinem Ausdruck der verschie- 
denen Charaktere, dass dieses Madonnenbild als eins der 
schönsten Rafaefs zu betrachten ist. Siehe I S. 122. 
Nach Lepicie und Mariette wäre das Gemälde dasje- 
nige, welches Rafael für einen Edelmann in Siena malte, 
und welche er, nach Rom berufen, im blauen Gewand 
imvollendet seinem Freunde ltidolfo Ghirlandajo übergab, 
um das noch Mangelnde auszuführen. Auch erwähnt erste- 
rer in seinem Catalogue raisonne des tableaux du Boy etc. 
Paris 1752 p. S1 eine Zeichnung bei Mariette mit einem 
Entwurf zu unserer Madonna auf der einen Seite und auf 
der andern einen zur Grablegung im Palast Borghese (siehe
        

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