Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Rafael Von Urbino Und Sein Vater Giovanni Santi
Person:
Passavant, Johann David
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1514611
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1515520
C071 
bis 
1504 
1508. 
69 
Es soll jedoch damit nicht gesagt sein, dass diese h. Familie 
in der Zeichnung die Treifliclmeit der Grableglulg erreiche, 
vielmehr lassen besonders die Kinder in dieser Hinsicht 
manches zu wünschen übrig. Indessen dürfte allerdings das 
starke Verwaschen einen Theil der Schuld tragen. 
Durch Vasari wissen wir, dass Rafael dieses Bild für 
Domcnico Canigiani in Florenz malte, und aus dem „In- 
ventario della rohe della Tribuna dal 1589 al 1634" erse- 
"hen wir, dass es nachmals die Mediceischen Fürsten bc- 
sassen; es ist darin folgendermassen aufgezeichnet: 
1589. fol. 30. Un Quadro in tavole d'una nostra Donna 
con figlio in eollo, S. Anna, un S. Giov. e S. Giu- 
seppe alto Br. 272 larg. Br. 21,2: di mano di Raff" da 
Urbino. 
In spätem Inventarien ist es zweimal, in den Jah- 
rcn 1635 und 1638 verzeichnet, und zwar auf folgende 
Weise: 
1635. fol. 48. N. 477. Ulla Madonna a sedere con nostro 
Sig. a sedere in collo nudo et mostra ragionare con 
S. Giovanni tenuto in collo da S. Elisabetta et un San 
Giuselulme ritto appoggiato a un bastone con piii angio- 
lini in Aria, di mano di Raff " da Urbino. Alto Br. 
272 largo Br. 2'123 il tutto in circa. 
Bei der Vermählung der Tochter Cosimds III, Anna 
Maria, mit Johann Wilhelm, Kurfürst von der Pfalz, kam 
das Bild als Brautgesehenk in die Düsseldorfer Gallerie und 
von ihr in die Milnclnzer Pinakothek. Leideriwurde es 
in Düsseldorf durch einen französischen Bilderhersteller Na- 
mens Colin sehr verwaschen, als er es unter der Aufsicht 
des Inspectors Gregoire, nachmaligem Kammerdiener des 
Kurfürsten Karl Theodor, zu reinigen unternahm; die En- 
gel waren selbst so beschädigt, dass Später der Galleriedi- 
rector Krahe für nöthig erachtete sie ganz auszulöschen 
und mit einem Luftton zu übermalem. 
Kupferstiche: Giulio Bonasone, mit fünf Engeln in 
der Luft. Bartsch XV p. 128. N. 65.  Rßllä 3059m VOH 
der Gegenseite, mit abweichender Landschaft, oben sechs En- 
gel. Unten rechts das Monogramm des Stecliers. kl. fol. 
        

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